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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Der SchreckcnStag von Zalatua.

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Hilfe aus den umliegenden Ortschaften an sich zogen und nun zumfurchtbaren Rachewerk schritten. Anfangs setzte ihnen die National-garde Widerstand entgegen, zündete die griech.-orientalische Kirche undmehrere romanische Häuser an, was die Wuth der Angreifenden nurmehr entflammte, deren wilde Haufen bald die ganze Stadt über-flutheten, niedermachten, was ihnen in den Wurf kam, und zerstörendund plündernd in die Wohnungen drangen, während das Feuerimmer weiter um sich griff, die kaiserliche Schmelzhütte und mehrereöffentliche Gebäude verzehrte. Was dem Blutbade entrinnen konnte,verließ in wilder Flucht die Stätte des Gräuels, um sich nach Nagy-Enped zu retten. Doch die wenigsten kamen dahin. Schon hattesich die Kunde des verräterischen Angriffs der Zalatner wie Lauf-feuer in der romanischen Umgegend verbreitet; bewaffnete Haufensammelten sich; was ihnen von den Flüchtlingen in die Hände ge-riet, wurde ohne Erbarmen erschlagen. Hier fand auch Nemeghei,der Urheber all des Unheils, seinen Tod. Nur ein kleiner Theil,meist Frauen und Kinder, konnten dem allgemeinen Gemetzel ent-zogen und nach Karlsburg in Sicherheit gebracht werden^). Janknbefand sich in Abrudbünya, das seine Bedingungen, Ablegung derWaffen und Aufstellung der kaiserlichen Fahne, annehmen zu wollenerklärt hatte, als er auf die erste Kunde von dem Zalatner Ereig-nisse den Tribun Moga mit einer Abtheilung seines Landsturms da-hin sandte, um weiteres Unheil zu verhüten. Am 26. erschien erselbst, zwei Tage später Balinte in der Bergstadt. Ihrem Einwirkengelang es die entarteten Hausen zur Ordnung zurückzuführen. Dienoch gefangen gehaltenen Beamten wurden freigegeben; nurdenCon-trollor Marillei, gegen den die Volkswuth am meisten erregt war,mußte man in das Lager von Campeni abführen lassen. In dennächsten Tagen wurden von dem beim Brande und der Zerstörunggeraubten Gute nahe an 2000 Ducaten, einige Pfund unverarbeite-ten Goldes, mehrere Centner gemünzten Silbers und Kupfers wiedereingebracht. Eine Proclamation Puchner's vom 26. mahnte in ernstenWorten, mit der nutzlosen Verwüstung und den Grausamkeiten an Wehr-losen innezuhalten; in jeder Garnison sollte ein Ausschuß aus vierden verschiedenen Landes-Nationalitäten angehörendeu Mitgliedernunter Vorsitz eines Officiers eingesetzt werden, um in allen Fällenvon Raub, Mord, Brandlegung und öffentlicher Gewaltthätigkeit so-