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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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342 Hl- 24. Ereignisse und Zustände in den ungarischen Ländern.

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galt vor allem, den Landstrich von allen aufständischen Elementen zureinigen, namentlich die magyarische Bevölkerung zu entwaffnen.Wo letzteres durch kaiserliche Truppen geschah, wie in Salzburg, inder Umgebung von Fogaras, 22. October, ging es in Ordnung undohne Widerstand vor sich. Nicht so, wo man das Geschäft demromanischen Landsturin überlassen mußte. Zwar gaben sich die Prä-fecte desselben alle Mühe die Entwaffnung auf gütlichem Wege her-beizuführen; allein der Widerwille der magyarischen Bewohner gegendie Walachen war zu heftig angeregt, als daß sie sich gutwillig fü-gen mochten. Vielmehr waren es in vielen Fällen sie selbst, diedurch unbesonnene Angriffe den Rachedurst ungezügelter Haufen reiz-ten, die dann keine Schonung mehr kannten. Als eine AbtheilungRomanen gegen Kiß-Enyed anrückte, 18., empfingen sie Flinten-schüsse der im Schlosse verrammelten Edelleute; bald lodern dieWirtschaftsgebäude in Hellen Flammen auf, die Belagerten erklä-ren sich zur Uebergabe bereit; als sie jedoch aus dein Schlosse her-austreten, erschießt einer von ihnen in sinnloser Wuth einen Roma-nen, worauf der Haufe wüthend über sie herfällt und alle niedermacht.In Büros, der Unterstadt von Karlsburg, kam es aus Anlaß derBeerdigung eines Romanen, wobei ein Magyar sein Gewehr auf deuPopen abschoß und einen unweit davon stehenden Soldaten traf, zueinem erbitterten Kampfe zwischen der Nationalgarde und den erbit-terten Walachen, die mehrere Häuser in Brand steckten, bis dasFestungs-Commando dazwischentrat, die Nationalgarde ihre Waffenablegte, den Eid der Treue schwur und auf allen öffentlichen Gebäu-den kaiserliche Fahnen aufgehißt wurden, 21. Das gräßlichste aberereignete sich in Zalatna. Als der romanische Landsturm mit derForderung erschien, die Waffen auszuliefern und das kaiserliche Ban-ner aufzustecken, 23. October, traten der k. k. Administrator Neme-gyei und der Bergrichter Csäszür, beide Magyaren, mit den Führernin Verhandlung und schienen auf einen gutwilligen Ausgleich ein-gehen zu wollen. Ein Theil des Landsturms rückte in die Stadtund lagerte in den Straßen, als die Nationalgarden, von Nemegyeizu den Waffen gerufen, auf die ihr bescheidenes Mittagbrod verzeh-renden Romanen Feuer gaben. Einige sielen todt, mehrere verwun-det zu Boden, die andern stürzten mit lautem Geschrei, zum Theilihre Waffen im Stich lassend, aus der Stadt, wo sie sich sammelten,