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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Die kaiserl. Truppen vor Venedig.

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Küsten des adriatischen Meeres voneiner Kette stärkerer und schwäche-rer Militärposten umstellt, unter denen aber die ungesunde Fieber-luft und die Anstrengungen des Dienstes furchtbare Verheerungenanrichteten. In der Nacht stand der Mann zwischen den Lagunenans Vorposten, unter freiem Himmel, ohne Licht, weil aus dem FortMalghera auf jedes Wahrzeichen mit Vierundzwauzigpfünderu undGranaten gefeuert wurde. Manche Compagnie hatte bei achtzigMann im Spital. Nach einander waren acht Bataillons nahezu auf-gerieben; was noch im Feld stand, war abgemattet und entmuthigt.Von Venedig herüber wurden unaufhörlich aufrührerische Proclamatio-nen unter die kaiserlichen Truppen geworfen; die einen schmeicheltenden Kroaten, die andern hetzten gegen sie und ihren Ban die Ma-gyaren Am 23. October veröffentlichten Maniu, Graziaui undCavadalis ein Decret wegen Errichtung einer ungarischen Legion.Auch über das Meer suchte die Verlockung ihre Fäden zu spinnen.Zwischen Venedig und Triest kreuzte Albini, um, wie es schien, beieinem schlechten Ausgange in Wien gleich bei der Hand zu sein.Italienische Sendlinge waren in Friaul, im Görzischen, in Istrienthütig, um die Bevölkerung für eineil bevorstehenden Landungsversuchzu gewinnen. Es verlautete von einem ungarischen ArmeeeorpS, dasFiume nehmen, auf venetianischen und sardinischeu Schiffen unterSegel gehen und die österreichischen Küstenstriche erobern helfen sollte.Der Militär-Commandant von Triest, Gras Gyulai, entwickelte diegrößte Thütigkeit und wurde dabei von der loyal gesinnten Mehr-heit der Bevölkerung und dem in den letzteil Wochen gebildeteilSicherheitsausschuß bestens unterstützt. Sobald sich ein feindlichesSchiff der Küste nähern würde, sollte Istrien in Belagerungsstanderklärt werden. Indessen geschah auf dieser Seite der Adria vor derHand nichts; vielmehr erschien ein Parlamentär Albini's mit derVersicherung, daß der Admiral nichts feindseliges gegen Triest imSchilde führe. Er segelte nach Venedig hinüber, wo General Pepezur selben Zeit eine lange vorbreitete Unternehmung gegen die Kaiser-lichen ausführte. Wenige Tage früher, am 22. Vormittags, hatte ervon Treporti aus mit 4oO Cacciatori del Sile unter Oberst d'Amigodie Stellung bei Cavallino überfallen lassen; die schwache Besatzung,l Corpvral und 30 Mann Walachisch-Banater, mußte das Fort räu-men und zwei Kanonen im Stich lassen, die von den Siegern mit