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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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328 HI 23. Das Schicksal Wic»s »nd dic mittelcnropäische Revolution.

großem Pomp auf den Marcusplatz gebracht wurde». Durch diese»wenig bedeutende» Erfolg ermuthigt, beschloß Pepe Fusina undMcstre auzugreifen. Am 27. morgens unter dein Schutze eines star-ken Nebels führte eine Flottile von Transportschiffen, Piroguen undLagunenbooten d'Amigo mit 450 Mann und einigen Geschützen gegenFusina, während sich etwas spater zwei andere Colonnen von 650und 900 Mann gegen Mestre in Bewegung setzten, denen Oberst Ulloaspäter noch Verstärkungen zuführte. Der Anschlag glückte vollkom-men. Die Venetianer drangen trotz hartnäckiger Gegenwehr derüberraschteil Gränzer von allen Seiten in Mestre ein, vertrieben sieaus einer Stellung nach der andern, machten einen Theil gefangen,bis General Mitis seine Truppen vollends aus der Stadt zog undan die Dese zurückführte; drei Kanoneil blieben in den Händen desFeindes zurück. Mittlerweile hatte d'Amigo Fusina mit Geschütz be-schossen, dann seine Truppen ansgcschifft, den Kaiserlichen zwei Ka-nonen abgcnommen, sie zum Rückzüge gegen Mira genöthigt. DieGränzer zählten 30 Todte, 25 Verwundete; 5 kaiserliche Officiereund 318 Mann waren gefangen; der Verlust der Venetianer betrug25 an Tobten, 70 an Verwundeten, unter letzteren der AdvocatPverio, dein ein Fuß abgenvmmeu werden mußte"'-"). Außer deneroberten Geschützen waren die Kanzlei-Bagage mehrerer Officiere,viele Pferde nnd Munition, eine große Anzahl Schlachtvieh und an-derer auf den Markt gebrachter Lebensmittel willkommene Beute derVenetianer, womit sie noch am Abend nach Malghera zurückkehrten.Am andern Tage rückten die Kaiserlichen in Mestre nnd Fusina wiederein, nicht ohne mancherlei Plünderung und Grausamkeit an den Ein-wohnern zu üben, die sie des Einverständnisses mit den ausgefalle-nen Feinden beschuldigten, so daß Pepe in einem Schreiben anGeneral Mitis (v. 3l.) drohte, falls die Mestrianer nicht eine bessereBehandlung erführen, Tag für Tag einen österreichischen Gefangenenerschießen zu lassen. Die Besatzung von Mestre wurde vermehrt, dieStellung durch Aufwerfung von Feldschanzen sicherer gemacht, Mitisim Cvmmando durch General Gvtz ersetzt. In Venedig aber herrschteJubel und Siegesfrcude. Das Ereigniß des 27. October galt alsder Beginn einer neuen Aera im Kampfe für die nationale Freiheit.Venedig hat den Anfang gemacht. Die Glocke jedes Dorfes, jedesFleckens tone es hinaus, jede Bnchdruckerei Italiens verbreite die