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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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..Krieg gegen Oesterreich!

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neue Legionclsll' inckffmnckeima italiana" errichtet, für deren Füh-rung sich Gius. Garibaldi gewinnen ließ; an vierhundert Köpfe, meistFlüchtlinge und Ausgewiesene aus den Nachbarländern, bildeten ihrenAnfang. Pio Nono, vor kurzem noch von einem Ende Italiens zumandern gepriesen und vergöttert, wurde Gegenstand der rücksichts-losesten Angriffe, als es verlautete, daß er sich gegen einen neuen Kriegmit Oesterreich ausgesprochen; die ihn noch am glimpflichsten behandel-ten, meinten: er seiein guter Christ, guter Priester, guter Bischof, dochder unfähigste einen Staat zu regieren". Zeitungen wie Gerüchtebrachten der Masse den Glauben bei, daß es mit der Armee Radecky'sschlimmstens stehe. Bald hieß es, verheerende Krankheiten lichtetenihre Reihen; bald wieder, Aufstände seien im Lombardischen ausge-brochen, Mailand habe sich erhoben, das Volk sei Sieger, Radeckyauf der,Flucht. Andere wußten von Balgereien zwischen Ungarnund Kroaten zu erzählen, die man habe trennen müssen; von demgefährlichen Geist, der in den ungarischen Regimentern spucke; vonmassenweisen Desertionen, um unter Kossuth's Fahnen zu kämpfen;in Vicenza hätten alle ungarischen Ofsiciere ihre Entlassung einge-reicht ^'). Wieder Andere versicherten Radecky müsse viele tausendMann nach Wien schicken, er lasse sie truppweise, damit es nicht auf-falle, über die Alpen marschiren; er werde nur das Castell von Mai-land besetzt halten, die übrigen Truppen hinter die Etsch zurückzie-hen; schon habe er wegen einer Verlängerung des WaffenstillstandesNachfragen lassen u. s. w.

An dem glücklichen Ausgange eines Krieges gegen Oesterreichunter solchen Umständen zweifelten die Schreier keinen Augenblick.Radecky, ohne einen Soldaten, eine Kanone verloren zu haben, istnicht mehr was er war. Seine Operationsbasis ist erschüttert, seineHilfsquellen sind vertrocknet, seine Nachschübe sind am Ende. Diekaiserliche Armee ist unseren! Belieben preisgegeben. Italien wirdes für sich ausmachen (Italia tai-ll cla sv): jetzt ist der Augenblickgekommen, dieses edle und feste Wort einzuhalten (cli mantsircu-Ltpcosta nollila s karma jmi'ola)."Ist das noch Oesterreich, das wirvor uns haben?" fragte derCorriere mercantile" von Genua.Wirsehen einen flüchtigen Kaiser, eine Hauptstadt in der Gewalt desVolkes, einen Staat ohne einen Heller in den öffentlichen Cassen,eine Armee in hundert Bruchtheile zerstückelt, einen greisen Feld-