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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Die polnische Centraliscition in Versailles.

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mehr zu machen", sagte einer jener Polen ganz naiv zu einem kaiser-lichen Beamten, mit dem er während der Junitage unter einem Dachegewohnt hatte. Das Augenmerk der Centraliscition war von da an zu-nächst auf Wien, auf die Ereignisse in Ungarn und auf Lemberg gerichtet.

Die Märzbewegung in Lemberg hatte mit den freundlichstenKundgebungen begonnen. Die weiße Cocarde als Sinnbild desFriedens und der Eintracht, Dankesbezeigungen fürFerdinand,constitutionellen König von Polen", Hochrufe für Stadion, den Ver-künder der neuen Gewährungen, all das ließ eine glückliche Entwick-lung des neuen Standes der Dinge hoffen. Doch bald änderte sichdie Scene, als unter der städtischen Bevölkerung mit jedem Tagemehr fremde Elemente Einfluß gewannen, Emigranten und zahlreicheaus dem benachbarten Russisch-Polen hergelaufene Leute sich ansam-melten, die, meist ohne eigene Mittel, auf Kosten der Stadt und desLandes mit drückenden Opfern erhalten werden mußten. Nun ver-drängte die herausfordernde Tricolore das friedliche Weiß, der ein-köpfige polnische Adler den kaiserlichen Doppelaar; auf den Häupternder Männer Prangte die Konfederatka, während Frauen mit polni-schen Mützen und Kazamaiken durch die Straßen schritten. Theatra-lisch in Scene gesetzte Tranerzüge zum Grabe Wwniowski's, des nachden Februar-Ereignissen 1846 Hingerichteten Emissärs der revolutio-nären Propaganda, traten an die Stelle der früheren loyalen Ova-tionen. Die Popularität Stadion's schwand mit dem Augenblickeund schlug in den erbittertsten Haß um, als er durch seine Haltungzeigte, daß er nicht gesonnen sei, Znmuthungen nachzugeben, die sichmit der Äufrechthaltung der gesetzlichen Ordnung nicht vertrugen. Sta-dion hatte in den ersten Freiheitstagen nicht bloß der neugcbildetenLemberger Volkswehr, sondern auch den Studenten Waffen aus demkaiserlichen Zeughause verabfolgen lassen. Allein die ertheilte Ver-willigung wurde schnell auf das ganze Land ausgedehnt; in allenStädten, ja selbst ans Edelsitzen bildeten sich Nationalgarden, undauch für diese sollte die Regierung Gewehre schaffen. Stadion schlugdas Begehren ab und erklärte in einem eigenen Kreisschreiben, daßer die Nativnalgarde nur für die Hauptstadt bewilligt habe und daßsie daher an allen andern Orten aufzulvsen sei. Doch Stadion bliebzu kurze Zeit im Lande; Graf Agenor Goluchvwski übernahm die einst-weilige Verwaltung und allmälig verbreitete sich die Bewaffnung und

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