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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Z10 HI. DaS Schicksal Wiens und die initteleuropäische Revolution.

schlugen die Pulse, desto heftiger schwirrte es in den Köpfen allerjener, die seit der blutigen Morgenröthe der Pariser Februartage allihr Sinnen und Trachten, all ihr Glühen und Hassen auf den sieg-reichen Durchbruch der rothen Idee gestellt hatten.

Von keiner Seite wurde im Interesse der Revolution eine regereund dabei ausgedehntere Thätigkeit entwickelt als von der polnischenCentralisation in Versailles. Sie hatte ihre lauernden Blicke überall,wo sich eine Aussicht zu bieten schien, ihre Zwecke durchzusetzen. ImUmfange des Kaiserstaates war ihr nächstes Augenmerk begreiflicher-weise auf Galizien gerichtet; aber zugleich waren Wien, Prag, Buda-Pest mit in die Rechnung einbezogen, um die Wachsamkeit und dieKräfte der Regierung zu zersplittern. Schon in den letzten Monaten1847 reisten ihre Sendboten, nicht selten in der Person reizenderFrauenzimmer, durch alle polnischen Lande. Kaum daß die März-ereignisse 1848 allen Bewegungen freien Spielraum eröffnet hatten,wurde Galizien von einer wahren Emigrantenfluth überschwemmt.Es waren mit Nichten lauter Revolutionäre vom Handwerk; es wa-ren ganz ruhige Leute darunter, die sich in ihrer neuen Heimat einbehagliches Dasein geschaffen hatten, das sie nicht verlassen habenwürden, wenn sie nicht die gemessensten Drohungen der Centralisationdazu gezwungen hätten. Mit ihnen kam eine Anzahl französischer Blu-senmänner, die sich ohne Scheu als gelerntetaissuc-s cle bamicackee"bezeichnen ließen. Nachdem der April-Aufstand in Krakau mit derunbedingten Unterwerfung der Stadt und Fortschaffung aller Emi-granten geendigt hatte, schien der bevorstehende Slavencongreß inPrag einen neuen Anknüpfungspunkt zu bieten. Der Congreß solltenach dem ausdrücklichen Wortlaute seines Programines eine Ver-sammlung von Vertretern der dem Kaiserstaate angehörigen Slavensein; allein polnischerseits wußte man es im letzten Augenblicke durch-zusetzen, daß auch außerösterreichische Slaven Zutritt fanden. Nunfanden sich der Posener Libelt und der Russe Bakunin in Prag ein;nun wimmelten die Straßen der böhmischen Hauptstadt von jüngernund ältern Leuten, deren lebhafte Debatten und eigenthümlicherAccent ihre polnische Abstammung verrieth, die kaum ein Hehl darausmachten in welcher Absicht sie gekommen seien, und die Stadt erstverließen, nachdem, wie früher in Krakau, die kaiserlichen Kanonenallen weitern Unternehmungen ein Ziel gesetzt hatten.Hier ist nichts