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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Vorbereitungen zur Waffenabliescrung.

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Partei, soll ein antiker Charakter! seinen eigenen Vater, einenvielverdienten Staatsbeamten, auf die Liste gesetzt haben. So fehltees nicht an allerhand Hetzern, und auch an Material, wo ihre Wortezündeten, war kein Mangel. Noch befanden sich Abtheiluugen derMobilgarde und Haufen bewaffneten Gesindels in der innern Stadt;noch lagerten sie auf den Basteien, wo sie von ihren Kanonen nichtlassen wollten. Mancherlei Misverständnisse traten dazu. VomOber-Commando war der Befehl ergangen, die Stadthore zu schließenund die Basteien scharf zu bewachen. Die Absicht war dabei, be-waffnete Zuzüge aus den Vorstädten fern zu halten; die bewaffnetenHansen aber meinten, es geschehe der Vertheidignng wegen. SpätAbends kam auf die Gonzaga-Bastei ein Legionär mit dem Rufeangesprengt:Berrath, ihr müßt die Waffen abliefern, die Schwarz-gelben haben capitulirt!" Die Mobilen, dieß für eine ihnen gelegteFalle haltend, gaben Feuer und der Reiter stürzte todt vom 'Pferde.Doch wurden'sie stutzig und etwa dreißig von ihnen erschienen inder Stallburg mit der Anfrage, ob es wahr sei, daß man die Stadtübergeben wolle. Es war für den Augenblick nicht gerathen, ihrererregten Stimmung gegenüber mit der nackten Wahrheit herauszu-rücken; inan gab ihnen eine kluge Antwort und brachte sie wiederauf ihren Posten.Wer die Ausbrüche der Wuth, des Hasses, derVerzweiflung gesehen, welche die treubrüchigen Soldateil äußerten",bemerkt Dunder bei diesem Anlasse,wer in ihre leichenfahlen Ge-sichter geblickt, dem wird jene Nacht Wohl die schrecklichste in seinemLeben sein." Zwischen 10 und 11 Uhr sammelten sich mehrere hun-dert Bewaffnete vor dem Stadt-Convict, das sie in ihrer blindenWuth in Brand stecken wollten. Ein mnthiger Mann, Skall von derN.-G.-Cavallerie, trat unter sie, stellte ihnen vor, daß sieh im Ge-bäude ein Spital befinde, wo viele ihrer Brüder verwundet lägen,und brachte sie dadurch von ihrem Vorhaben ab. Nun wurde einanderes Losungswort gegeben. Als Fischhof und Schnselka in spä-ter Nachtstunde einen Rundgang durch die Stadt machten, kam ihnenam Lugeck eine Schaar Bewaffneter entgegen, die mit den Rufen:Zur Permanenz! Zum Gemeinderath! In die Burg! Anschließen!Keine Unterwerfung!" gemessenen Schrittes daher kam. Nach Mitter-nacht nahmen die Massen, die sich allmälig ans dem Michaeler-,Josephsplatz und in der Augustinergasse versammelten, eine immer