Erstürmung und Verwüstung des Südbahnhofe-?,
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und ein daneben stehendes kleineres Wohngebäude wurden ein Raubder Flammen, Ebenso das große Wasser-Stations-Gebäude gegenMatzleinSdorf, „die Locomotiv-Stallnng", wie sie der Volkswitz nannte;in großen Fetzen hing am andern Tage das Kupferdach herab, imWinde Hill und her ächzend. Eine Kanonenkugel war durch dreiTender hindnrchgefahren, zwei Locomotive und mehrere Waggonswaren zerschmettert. Doch auf der andern Seite des Dammes, einpaar Schritte von dieser riesigen Brandstätte, stand das dünne höl-zerne Schilderhäuschen des Wächters vollständig unversehrt.
Noch spät am Abend wurde die Favoritenkinie von den kaiser-licheil Truppen besetzt, Hinter dem Eisenbahn-Viadnct nächst derMatzleinsdorfer Linie ließ Csorich eine Mörser-Batterie gegen dieVorstädte Gumpendorf und Mariahilf anfstellcn; es waren kaumzwölf Bomben geworfen, als eine Deputation eintraf und die Unter-werfung dieser beiden Vorstädte überbrachte.
Ungefähr zur selben Zeit, da der combinirte Angriff gegen denGtoggnitzer Bahnhof begann, kam Ramberg der Befehl aus dem Haupt-quartier zu, die Brigaden Frank und Gramont wieder dem Banuszur Verfügung zu stellen, Ramberg hatte gerade die entgegengesetzteBitte stellen wollen: daß ihm Verstärkungen zugesandt würden. Alleunter seinen Befehl gestellten Truppen befanden sich seit Vormittagin unausgesetzter Thätigkeit, die meisten Abtheilungen waren auf'säußerste ermüdet, mehrere hatten starke Verluste erlitten; zwei Haupt-lente waren gefallen, Major Schneider und sechs andere Officiereverwundet. Es war jetzt ein kühner Entschluß zu fassen. Wurdedie Leopoldstadt nicht genommen, ehe die beiden Brigaden abgerücktwaren, so mußten nicht bloß alle schwer errungenen Vortheile desheutigen Tages wieder aufgegcben werden: es ließen sich mit der sosehr verringerten Truppenzahl und bei der Entblößung des Pratersvoil den Bataillonen des Banus nicht einmal die früher gewonnenenalle behaupten. Dieß zn vermeiden, beschloß Ramberg eine letzteKraftanstrengung zn versuchen. Er ertheilte den Befehl, das Geschütz-fcner aus allen Batterien zn erneuern und damit fvrtzufahren, bisdie letzte Patrone verschossen wäre; bei einbrechender Dämmerungsollte dann in drei Haupt-Colonnen stürmend gegen die Praterstraßeeingedrungen werden.