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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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264 H- C'inimhmc dcr kculdstnistc und Lc^pl.'ldst>idt, r8 Octebcr.

Jablonowski's beschossen wurde. Nach einer Zeit wurden Sturm-Colonneu gebildet, ein Bataillon Stephan gegen den Bahnhof, eines vonKhevenhüller gegen die Nebengebäude gerichtet, mit dem zweiteil Feld-Bataillon Wilhelm als Reserve, während zwei Divisionen St. Georgcrund Litauer mit der Raketen-Batterie den Bahnhof in der linken Flankezu umgehen hatten. Aber die Aufständischen in dem großen Gebände-Complexe, der eine kleine Festung bildete, setzten einen erbittertenWiderstand entgegen. Schon waren die Gebäude theilweise in Brandgerathen, in ihrer unmittelbaren Nähe stand eine Gruppe von sechsbis acht Privat-Häusern in Hellen Flammen; schon war von denGränzern der Wall nächst dem Belvedere besetzt, von wo ihre Ra-keten fortwährend gegen den Bahnhof lvszischten; schon hatten dieTruppen einige vom Feuer nicht ergriffene Objecte mit stürmenderHand genommen und, wüthend über die hartnäckige Gegenwehr, allesLebende, was sich darin vvrfand, niedergeinacht, und noch immer hieltsich eine Anzahl Aufständischer im Hauptgebäude. Ein Beamter derBahuleituug, gewesener Militär, leitete die Bertheidiger, die aus denFenstern unablässig auf die Truppen feuerten, bis sie zuletzt, beischoll cinbrechendcr Dämmerung, ihren Standpunkt anfgaben und,nachdem sie durch Pechkrünze die Waarenhalle in Brand gesteckt,fliehend hinter die Favoriten-Linie sich zurückzogen.

Die Verwüstung, die hier angerichtet worden, war eine gräuliche.Zwar das Hauptgebäude blieb vom Brande verschont, obgleich imInnern desselben, in Kanzleien wie Wohnungen, von den stürmendeindringcnden Soldaten furchtbar gehaust wurde. Mehrere Familienhatten Wäsche und Bettzeug in den Kellern verborgen; doch einBahnwüchter verrieth dem Militär den Versteck. Ein schuldloserBeamter wurde niedergestvchen; fünfzehn andere Personeil entgingengleichem Schicksale nur durch die Menschenfreundlichkeit eines Osfieiers,der sie als Gefangene in das Hauptquartier abführeu ließ, wo sienach achtuudvierzig Stunden wieder in Freiheit gesetzt wurden. DieMaschinenfabrik erlitt keinen Schadeil; die Personenhalle war nurstellenweise durch Kanonenkugeln und Granaten beschädigt. Dagegenbrannten die große Waarenhalle mit allem darin befindlichen Privat-Gut und das dahinter befindliche drei Stock hohe Wohngebäude bisaus den Grund ab; der dicke Portier, der beim Loschen helfen wollte,fand hier seinen Tod. Die Wasser-Station auf der Bruckerbahn