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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Erstürm»»§ dcr Matzleiuödorfer Linie.

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es in der Front angriff. Die Vertheidiger auf dem Walle warengleich nach den ersten Kanonenschüssen auseinandergestoben; nur eineAnzahl von etwa fünfzig Köpfeil war hinter dem stark verrammeltenThore zurückgeblieben, die beim Anblick der anmarschirenden Cvlonnennun gleichfalls ihren Posten verließen. Die militärischen Zimmerleutehieben mit ihren Aexten das kleine Linienthor ein; hastig drängtensich die Soldaten in die Vorstadt; doch aus den Fenstern allerbenachbarten Häuser krachte ein mörderisches Feiler, dem sogleicheinige Opfer fielen. Die Truppe empfing den Befehl znm Rückzug;statt ihrer wurden wieder die Kanoneil in Thätigkeit gesetzt. Binnenkurzem brach Feuer in mehreren Häusern aus. Das Gasthaus Forch-heimer's (Nr. 29) war unter den ersten. Eine Spritze eilte herbei,doch das ununterbrochene Geschützfeuer, von dem sogleich ein beimLöschen beschäftigter Mann getödtet wurde, machte sie unbrauchbar.Jetzt wurde das Linienthor von neuem gestürmt; die Nassauer,-thend über die Verluste, die sie erlitten 2 Officiere und bei 50Mann waren bereits todt oder kampfunfähig, hieben erbarmungs-los nieder, was Miene machte sich ihnen zu widersetzen. Eine Ab-theilung rückte iil der breiten Hauptstraße vor, bis ihnen die Barri-cadeu zu beiden Seiten der St. Flvrianskirche, hinter denen sich einTheil der Flüchtlinge wieder gesammelt hatte, den Weg versperrten.Auch dadurch würden sie sich nicht haben aufhalten lassen, als der ge-messene Befehl kam, sich mit der Besetzung der Linie und des nächst-gclegenen Stadttheiles zu begnügen.

Mit ungleich größeren Schwierigkeiten hatte man vor der Favo-riten- und Belvedere-Linie zu ringen. Bei seinem Rückzuge ausder Stadt hatte Auersperg leider auch die, eine mächtige Gruppebildenden Gebäude des Gloggnitzer und Brücker Bahnhofes preis-gegeben. Sie waren dann eine Zeit ganz unbesetzt geblieben undihre Arbeiter hatteil sich, wie früher erzählt wurde, freiwillig wiedereingefunden. Nun aber schienen die Studenten und Proletarier sichdiesen Punkt für einen verzweifelten Widerstand auserkoren zu haben.Die Arbeitsleute wurden gezwungen wieder zu den Waffen zu greifen,viele von ihnen, ausgediente Artilleristen, zur Bedienung der Kanonenverwendet; den Beamten setzte man die Säbel auf die Brust, daß sieallen Vorrath von Theer und Pech auslieferten, um daraus Kränzezu verfertigen und im äußersten Falle Brand in die Gebäude zu