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II. 18. Allgemeiner Angriff am 28. Octvber.
schleudern. Der Angriff des Militärs begann gegen 11 Uhr V.-M.mit Geschützfeuer. Nach einiger Zeit bewegte sich eine Abtheifung In-fanterie vom Laaer Berge in Plänkletketten herab, gewann den BrückerBahndamm und drang bis zur Wasser-Station vor, von wo sie jedoch,durch die gegnerischen Geschosse hart mitgenommen, wieder zurückge-zogen werden mußte. Im Westen vom Südbahnhofe erstürmte eineDivision Khevenhüller den katholischen Friedhof, und Jablonowski,der inzwischen seine Aufgabe gegen Matzleinsdorf gelöst hatte, ließzwischen dem Linienwall und dem Eisenbahndamm Geschütze auffah-ren, von denen der Bahnhof in der Flanke beschossen wurde, währendihn die, Batterien Sanchez' in der Fronte angriffen. Dessenunge-achtet wurde in der Hauptsache nichts ausgerichtet; selbst der Matz-leinsdorfer Friedhof mußte von den Truppen wieder verlassen wer-den. Sanchez ließ Geschütze bei dem Einschnitt der Brnckerbahn anf-fahren, um die Aufständischen aus dem Belvedere zu vertreiben. DasHauptquartier Bem's hatte das kaiserliche Lustschloß bereits geräumt;die daselbst befindliche Ambnlance war nach den ersten Kanonen-schüssen der Kaiserlichen mit ausgesteckter gelber Fahne im Fiacrenach der innern Stadt geflohen; nur einige Abtheilungen von Gar-den und Mobilen hielten noch im Lager aus und erwiederten, so vieles ihre Kräfte zuließen, das Feuer der Truppen.
Vor der Hundsthurmer Linie bildete der Meidlinger Bahnhofeinen Stützpunkt der Aufständischen, den ihnen Grenadiere vomBataillon Richter mit großer Bravour entrissen. „Vorwärts", spra-chen sie untereinander, „wir wollen dem Vater Radecky zeigen, daßwir eben so brav sind, wie unsere Brüder in Italien!"Mittler-weile hatte Colloredo Gaudenzdorf besetzt und rückte der Vorstadtimmer näher. Eine Abtheilung Zwvifer-Jäger unter OberlieutenantBergler erstürmte das Linienthvr, während gleichzeitig eine Divisionvom 2. Bataillon Latour den nächst dem Walle gelegenen Friedhofmit dem Bajonnet nahm. Damit schien aller Widerstand gebrochenzu sein. Die Vertheidiger nahmen reißauS; viele aus dem Grundeinheimische Garben, die von Allbeginn nur mit Widerstreben in denKampf gegangen waren, legten ihre Waffen ab und versteckten sie inden Häusern oder warfen sie, nur auf die eigene Sicherheit bedacht,über Zaun oder Hofmauer auf nachbarlichen Grund. Als um dieMittagstuude die Geschütze schwiegen, rückte eine Abtheilnng Parma