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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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18.

Für Samstag den 28. October hatte Windischgrätz den allge-meinen Angriff auf Wien bestimmt; die Anordnungen dafür warenschon zeitlich am 27. getroffen und an alle Generale und Comman-danten ausgegeben. Das Hauptziel des Kampfes war die Eroberungder Leopoldstadt bis an die Ufer des Donau-Canals; nebstbei sollteversucht werden die Erdberger und St. Marxer Linie zu bezwingen,die dahinter liegenden Vorstädte zu besetzen und bis auf das Glacisvorzudringen. Wurde das erreicht, so war die innere Stadt vonzwei Seiten gefaßt und konnte von da aus an ihre Unterwerfungsowie an die der übrigen Vorstädte geschritten werden. Um jedochjene Absicht zu verdecken und die Kräfte der Vertheidiger zu zer-splittern, sollten dieselben auch an allen übrigen Linien durch Geschütz-feuer beschäftigt werden; ein eigentlicher Angriff und ein Eindringenin die Stadt sollte hier nicht stattfinden, es wäre denn, daß sich dießohne Verluste von Seite der Truppen ausführeu ließe*). AußerhalbDöbling nächst O,-. Gvrgen's Heilanstalt, auf der Türkenschanze, beiOttakring und Breitensee, am Ausgang von Penzing, am WienerBerge standen die Batterien schnßfertig; in ihrer Nähe, auf derStraße, auf Aeckern, Stoppelfeldern und Wiesen waren die einzelnenTruppenkörper aufgestellt, die Infanterie marschbereit, die Cavalleristenmit den Halftern ihrer gesattelten Pferde um den Arm. Der Ober-feldherr ritt von Hetzendvrs zur Spinnerin am Kreuz, begrüßt vomstürmischen Jubel der Truppen, an deren Fronte er ans seinem Wegevorbeikam. Von dem Standpunkte, den er mit seiner Suite einnahm,konnte er den Gesammtschauplatz des bevorstehenden Kampfes über-schauen.

In der Nacht vom 27. zum 28. war den Aufständischen einSchreiben des Banns an F.-M.-L. Ramberg in die Hände gefallen'"),

") SieheDisposition" undOrdre de Bataille und Di-Nocation " in unseremAnhang.

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