Plänkclcic» und Scharmützel.
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sich bei der Mündung der Gärtner- in die Fuhrmannsgasse; in diezwischen beiden Bannenden hinlausenden Gartenmauern waren Schuß-liicher gemacht, hinter denen Steirer wie Eliten ans der Lauer stan-den. Das Militär hatte seine Vorposten in den zwischen Augartenund Nordbahnhof liegenden Gärten gegen die große Stadtgntgassevorgeschoben; sie wurden durch Schüsse aus dem Gebäude der Hain-dorfer'schen Wagenfabrik fortwährend beunruhigt. Dasselbe geschahvon der Stern-Barricade auf die im Dickicht des Praters gelagertenGränzer. Auch am Donau-Canal bei der Franzens- und Sophien-brücke wurde Vormittags hinüber und herüber geschossen. Von denDachräumen der höchsten Häuser unter den Weißgärbern, sowie ausden Fabriksgebäuden im Prater sielen Schüsse auf die in den Auenbivouakirenden Soldaten. Ausgesandte Patrouillen brachten mehrereKerle ein, die, mit Mehl bestrichen, friedsame Müllerbursche zu seinVorgaben; doch ihre von Pulver geschwärzten Hände und Nasen, so-wie eilüge scharfe Patronen in ihren Taschen verriethen sie, woraufsie unter Bedeckung in das Hauptquartier des Banns abgeführtwurden. Man glaubte dem Unfuge gesteuert zu haben, als sich zweiProletarier auf wenige Schritte gegen die lagernde Truppe heran-schlichen und ihre Musketen losbrannten; sie wurden ergriffen undan Ort und Stelle uiedergeschossen. Nachmittags wurde durch beider-seitiges Einverständnis alles Feuern eingestellt. Die Gränzer hieltendie Dampfmühle besetzt, aus deren Fenster ihre Gewehre blitzten; vonda aufwärts gegen, die Franzensbrücke war kein Manu zu sehen. Dieausgedehnte Brandstätte lag durchaus im Bereich der Aufständischen.Die weiland Mack'sche Zucker-Raffinerie mit ihren Nebengebäudenund Vorräthen war nur noch ein großer Kohlenhaufeu, aus dessenglühender Masse Hunderte kleiner Nauchwölkchen emporstiegen. VomSchlittel und von der Zinner'schen Fabrik standen die nackten, theil-weise eingestürzten Mauern da; aus dem dampfenden und rauchendenSchutt, der klafterhoch den Boden bedeckte, züngelten zeitweise Feuer-süulen heraus, um rasch wieder in sich zu versinken. Mehrere herum-liegende Leichen vermehrteil das Grauenvolle des Anblicks. Im Hoseder Zinner'schen Fabrik lag der Fabrikaufseher Redl entseelt amBoden. Aus den unterirdischen Räumen des Schüttet wurde einKellner hervorgezogen; er hatte sich bei Beginn der Kämpfe in denUnraths-Canal verkrochen und seit vierundzwanzig Stunden keine