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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Manncrprcssc und Barriccidenban.

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denen Buben mit Stöcken folgen, einen Mann mit grauem Bart vorsich Hertreiben, bis sie ihn einem Trupp von Bewaffneten in dieHände jagen. Dort jammert eine Mutter um ihren Sohn, einenJungen von dreizehn Jahren; sie klammert sich an ihn, sucht ihnseinen Drängern zu entreißen; doch es gibt kein Erbarmen bei denrohen Leuten, er muß mit als Freiheitskämpfer! Da wiederschleicht Einer unbewaffnet durch die Straßen und glaubt sich gerettet,wenn es ihm gelungen, den Alarmirenden auszuweichen; doch schonhat ihn ein Proletarier in's Auge gefaßt, läßt ihn ruhig in eineNebengasse ablenken, dann gibt er einen Wink, und zwei, drei, dieihm folgen, werfen sich auf den Ueberraschten und packen ihn zu-sammen mit dem Rufe:Anschließen! Anschließend alles, was ihnensonst noch in die Hände geräth, mitzerrend Der Terrorismusder äußersten Partei überstieg alle Begriffe. Zn den Sitzungen desGemeinderathes fand sich immer eine Anzahl Bewaffneter ein; aufein Mitglied, das für die Capitulation sprach, wurde von der Ga-lerie eine Pistole angelegt; ein anderes sollte auf der Straße ergriffenund aufgeknüpft werden.

Der Waffenkampf im Großen ruhte. Beide Theile schienen sichgegenseitig zu beobachten und auf die Wiederaufnahme der Feind-seligkeiten vorzubereiten. Messenhauser hatte Befehl gegeben, daß diegrößeren Barricaden in den Hauptstraßen in der Mitte oder an derSeite einen Raum für das Passieren von Fuhrwerk freilassen sollten.Nach diesem Plane wurden die Hanpt-Barricaden bei der.Johanues-kirche in der Jägerzeile, in der Taborstraße u. a. umgebaut. Aigner,Wutschel und Jelowicki leiteten die Arbeiten; Bem selbst erschienNachmittags mit seinem Stabe und nahm sie in Augenschein. Dievon der Schmiedgasse über den Canal zum Hauptmautgebände füh-rende Nvthbrttcke sowie mehrere in der Nähe befindliche Holzstößewurden in Flammen gesetzt, wie es allgemein hieß, auf ausdrücklichenBefehl Bem's Nicht weit davon, an der Ecke der Weißgerber-Hauptstraße ließ Hauptmann Redl eine große Barricade in Standsetzen. Um dem zur Neige gehenden Borrath an Schießbedarf abzu-helfen, mußte der Verwaltungsrath der Nativnalgarde jetzt, in dereilsten Stunde, analle Sachverständigeil die im Stande sind Schieß-pulver zu verfertigen" eine Aufforderung richten, sich in der Stall-burg zu melden.