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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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lageöbcfehle Messenhauscr's.

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N.-G.-Officier Weißenberger, der eine Depesche des türkischen Bot-schafters nach Hetzendorf gebracht hatte,meine schönsten Erinnerun-gen knüpfen sich an diese Stadt. Jeder Kanonenschuß, den ich gegenWien richten muß, thut meinem Herzen wehe; jede Fenersbrunst machtmir so viel Schmerzen als den Unglücklichen, deren Habe getroffenwird. Uebrigens glauben Sie mir", fügte er nach einer Pausebei,wenn ich etwas in meinem Leben zu bereuen habe, so ist es,daß ich mich im März habe bereden lassen, von Wien zu gehen.Wäre ich geblieben, es wäre nicht so weit gekommen." Windischgrätzsprach mit' bewegter Stimme, sein Auge war feucht. Ebenso ergriffenwar sein Zuhörer, der, unfähig ein Wort hervorzubringen, sich überdie Hand des Fürsten beugte sie zu küssen; der aber wehrte es abund drückte Weißenberger's Hand, indem er ihm mit der Linkenlächelnd einen leichten Backenstreich gab"").

Messenhauser ließ noch immer seine Tagesbefehle, einen längerund schwülstiger als den andern, vom Stapel laufen.Wir könnenden abgerissenen Faden der Unterhandlungen nicht mehr aufnehmen",hieß es in einemBefehl an alle Commandanten" vom 26., woriner ihnen mittheilte, daß Fürst Windischgrätz bei seinen Bedingungenverharre,ohne das Gottesurtheil eines gerechten und heiligen Kampfesversucht zu haben. So möge denn das Verhängnis eines Bruder-kämpfes walten! Die Würfel sind gefallen, das heilige Recht wirdsiegen!" Am 27. ließ er sich über die Kämpfe am vorhergegangenenTage aus.Ein starker ritterlicher Feind", sagte er,sollte unsereBarricaden, unsere Wehrmänner, nicht aber stille Wohnungen, fried-liche Häuser, Stätten des GewerbsfleißeS mit wehrlosen Frauen undKindern bekämpfen. Solche Barbareien waren von kroatischen Truppenzu erwarten!" Er gab von neuem ausführliche Weisungen über dieVertbeidigung der Barricaden, über die Schonung der Munition;es ist Wahnsinn den Feind auf größere Entfernung als hundertSchritte, bei Nebel u. s. w. zu beschießen". Er nahm eine Reihevon Beförderungen vor, bekleidete Fenneberg mit dem Majors-Charakter w. So lang er schrieb, war ihm wohl; wenn er die Federweglegte, war ihm anders zu Muthe. Er war kein böser Mensch;er hatte keine Freude an Blut und Flammen; wenn es auf ihn an-kam, war alles besser in Frieden geschlichtet. Dabei schwebte ihmstets mehr die Nutzlosigkeit alles Kämpfens vor Augen, und die un-