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II. 17. Bier>mdzwanz>igstiiildige Waffenruhe, 27. Ocwter.
brenne, bei der Unmöglichkeit sie zu halten und um größeres Unheilabzuwenden, den Truppen freiwillig übergeben werden. Vielleichtstand es mit diesem Schritte im Zusammenhang, daß um dieselbeZeit zwischen den Kämpfenden am Ausgange der Jägerzeile Ver-handlungen stattfanden, die aber zu keinem Ziele führten, da dasMilitär unbedingte Unterwerfung verlangte, worauf die Parlamen-täre der Stadt nicht eingehen zu können glaubten"^). Im Gemeinde-rathe wurde beschlossen, eine „Körperschafts-Versammlung" einzube-rufen, deren Meinung als Ausfluß des Voltswillens angesehen werdenkönne. Es sollten vom Reichstagsausschnß, vom Verwaltungsrathder Natioualgarde, vom Studentenausschuß, vom Ober-Commandoder stabilen wie mobilen Nationalgarde und der akademischen Legion,endlich vom Gemeinderath je drei Mitglieder benannt werden undnoch denselben Abend im Gebäude der Wipplingerstraße zusammen-treten, um über die Frage wegen Uebergabe der Stadt oder Fort-setzung des Kampfes endgiltig zu entscheiden. Wirklich trat die
Versammlung um 11 Uhr Abends zusammen und berieth bis2 Uhr nach Mitternacht. Die Gemüther waren noch nicht hinreichendmürbe, oder vielmehr der moralische Muth war noch nicht hinreichendkräftig, um jenen Beschluß durchzusetzen, den neun Zehntheile derBevölkerung mit freudigem Danke angenommen haben würden. HohleRedensarten, hochtrabende Gemeinplätze, dazwischen auch Verdächti-gungen und einschüchternde Drohungen gaben den Ausschlag» daßentschieden wurde: „der Vertheidignngskampf sei fortzusetzen". Daseinzige, womit die Gemäßigteren durchdrangen, war der weitere Be-schluß: „es solle eine neue Sendschaft an den Fürsten Wiudischgrätzabgeheu, um von ihm günstigere Bedingungen zu erwirkeil".
Der Fetdmarschall hatte bereits sein Wort gelöst, jene zu be-zeichnen, die ihm von der Stadt ausliefert werden sollten. Ihre Na-men waren am 20. an allen Straßenecken zu lesen: „1) der angeb-liche polnische Emissär Bem, 2) der gewesene Unterstaatssecretär imungarischen Ministerium Pulszky, 3) Di. Schütte, 4- die Mörder desKriegsmiuisters Latour". Die Zusammenstellung war sonderbargenug und lieferte einen neuen Beweis, wie schlecht man im kaiser-lichen Lager über die Wiener Zustände berichtet war. Für Bem undPulszky mochte der gleiche Grund annehmbar befunden werden: weilsie sich unberufen in die Wiener Angelegenheiten mischten. Allein