Nachtruhe bei den Aufständischen.
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Nach 7 Uhr Abends ruhte der Kampf, doch nicht der Lärm unddas Getümmel auf den Straßen, wahrend auf den beiden aus derLeopoldstadt herüberführenden Brücken endlose Züge von Flüchtigen,zu Wagen und zu Fuß, das werthvollste ihrer Habe mit sich schlep-pen, ganze Möbelladungen sich nachführen lassen, um hinter demschützenden Walle der Basteien Obdach und Bergung zu finden. Nochtönte das Sturmgeläute von mehreren Thürmen der Vorstädte, nochwirbelte die Alarmtrommel, noch marschirten Züge von Bewaffnetenan die bedrohten Punkte. Auch Fröbel wurde Nachts 11 Uhr mitseiner Compagnie in die Jägerzeile commandirt, um das große Eck-haus der rothen Sterngasse (Nr. 415) vorwärts der großen Barri-cade nächst der Johanneskirche zu besetzen. „Sie werden IhrenPosten bis auf den letzten Mann behaupten", wurde ihm von Bembedeutet.
Erst die zweite Hälfte der Nacht verlief in tiefem Frieden, jaauf Seite der Aufständischen in so tiefem, daß viele der am meistenansgesetzten Punkte völlig schutzlos dalagen. Bei einem Rundgang,den Fröbel in der Umgebung machte, konnte er sich überzeugen, wieschlimm es mit den Vertheidigungsanstalten der Aufständischen, so zusagen unter den Augen ihres obersten Leiters, bestellt war. In dennächsten Straßen gab es der Barricaden genug, doch ohne Besatzung.Die Kanonen unter seinen Fenstern hatten durch die ganze Nachteine Bedeckung von wenigen Mann, „die unfähig gewesen wäre auchnur eine zu bedienen". Eine ähnliche Wahrnehmung machte ein höhererNationalgarde-Officier, der in derselben Nacht die Linien des Erd-bcrgs und der Landstraße visirte, wo „gerade die Posten des so vielgelobten Obersten Wutschet", selbst die äußersten an der ErdbergerLinie, theils fehlten theils fest schliefen'"").
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Noch ehe die Kämpfe des Tages geschlossen, war ein National-gardist im Gemeinderath mit der dringenden Bitte erschienen, esmöge die Vorstadt Leopoldstadt, die bereits an mehreren Enden