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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Besetzung des Norbbahnhoss und des untern Praters.

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Bataillon Ceccopieri mit der Reserve-Batterie zur Besetzung des s. g.Heustadels und des au der Hauptallee gegenüber demersten Kaffee-hause" gelegenen Circus Bach absaudte. Gleichzeitig wurden die Gran-zer mit der Brigade-Batterie gegen das rechte Ufer des Donaucanalsbeordert. Ein Bataillon des 2. Banal-Regiments nahm in einerBodensenkung der Jesuitenwiese Stellung; ein kleines Remisen-Gehölzedavor wurde von einem Detachement Sluiner besetzt. Es war vonSeite der Truppen vorläufig auf keinen Kampf abgesehen; allein dieAufständischen ließen ihnen keine Ruhe. Vor dem Aufgang zur

Sophienbrücke befand sich eine Barricade, eine zweite stärkere amandern Ufer; Mobile vom Corps Wutschel, Brünner und Landstraß-ner Garden hatten sie zu vertheidigen; fünf bis sechs Geschütze stan-den zu ihrer Verfügung. Kaum daß sich die Truppen in der voneinzeln stehenden Baumriesen schütter bepflanzten Au zeigten, empfingsie ein heftiges Geschütz- und Musketenfeuer. Insbesondere eine hin-ter der linksseitigen Barricade aufgestellte Kanone, von einem ehe-maligen Artilleristen und einem Legionär bedient, gab den Gränzernzu schaffen; schon hatten sie mehrere der Ihren, darunter einen Offi-cier'^H, eiugebüßt. Nun ließen sie sich nicht länger'halten. DieBrigade-Batterie wurde in Thätigkeit gesetzt. Einige Mann, durch-aus Scharfschützen, nahten mit einer Kanone der Barricade. Aufden ersten Schuß war das Geschütz der Aufständischen zum Schwei-gen gebracht; ein zweiter riß den Legionär mit zerschmettertem Beinzu Boden, die Vertheidiger eilten in wilder Flucht über die Brücke.Die Gränzer rannten vor, erklommen die Barricade und setzten sichdarin fest. Unter den Aufständischen am ander» Ufer, die, ans kei-nen so raschen Angriff gefaßt, großentheils zerstreut waren, brachtedieß arge Verwirrung hervor. Mit Mühe gelang es, eine Anzahlhinter der rechtsseitigen Barricade zu sammeln, während Andere denbesseren Schutz der benachbarten Häuser und Holzlegestätten aufsuch-ten, um von da ans die Gegner chinausznschießen. Schon hatten sicheinzelne Gränzer ans die Brücke gewagt, um über dieselbe zu stür-men, als sie ein von allen Seiten gegen sie gerichtetes Feuer zumRückzuge in den Prater nöthigte. Von den Aufständischen wurdeBaumwolle und Terpentin herbeigeschleppt , um die Brücke, die nachdem Verlust der jenseitigen Barricade den Gegnern offen lag, durch