Gegenseitige Vorbereitungen.
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verschafft, daß der Augarten von der Division Ramberg bereits ge-nommen, die Taborlinie von den Aufständischen verlassen sei. So-gleich ließ Wyß seine Truppen aufbrechen, die theils auf Kähnentheils über die zur Noth gangbar gemachte Schlagbrücke das Kaiser-wasser übersetzten, um sich am andern Ufer wieder zu sammeln. Wyßgegenüber, in der Leopoldstadt, war man nicht minder thätig. Zeitlichmorgens besichtigte der Vertheidigungsleiter Aigner die Barricaden derTaborstraße, deren äußerste von den steirischen Studenten besetzt war.Bald darauf kam Beni und ließ zur Verstärkung eine CompagnieLeopoldstädter Garden nachrücken. Sie schienen ihm keine gute Mienezum bösen Spiel zu machen; „wenn sie nicht parieren, Kartätschenunter sie!" herrschte er die Bedienungsmannschaft der in ihrem Rückenaufgestellten Geschütze an. Im Süden marschirten über die am ge-strigen Tage geschlagene Pontonbrücke vom frühen Morgen langeZüge in die Freudenau hinüber. Es waren vier Bataillone Gränzcr,ein Bataillon Ceccopieri, eine Compagnie Serezaner, eine DivisionHardegg-Kürassiere, eine Fuß-Batterie Sechspfünder und eine Corps-Reserve-Batterie, über die General Gramont den Befehl führte, wäh-rend jenseits eine halbe Compagnie Stephan-Infanterie, vom OberstHeller aus dem Neugebäude ausgeschickt, plänkelnd gegen die ErdbergerLinie vorrückte und die Vorposten der Aufständischen hinter die Wällezurücktrieb.
Es war noch nicht acht Uhr früh, und schon begannen auf meh-reren Punkten die Geschütze ihre gewichtigen Schläge in das Geknatterdes Kleingewehrs zu mischen. Wyß ließ seine Truppen rasch vor-rücken, um den Raum zwischen der kleinen Donau und der Tabor-linie in seine Gewalt zu bekommen. Etwa hundert Mobilen, dieeinen Angriff gegen den Augarten vorbereiteten, wurden vom erstenBataillon Schönhals abgeschnitten und theils niedergemacht theilsgefangen. Ostwärts war die große Specker'sche Fabrik, s. g. Schweizer-haus, von Schützen besetzt, die den an der Spitze einer DivisionFürstenwärther reitenden General mit lebhaftem Feuer empfingen.Das Gebäude, erst mit Kanonen beschossen, wurde darauf mit stürmenderHand genommen, was den erbitterten Soldaten in den Wurf kam,zusammengehauen, das Innere des Hauses, wo sich eine große MasseWaffen vorfand, verwüstet, bis es in Flammen aufging. Eine An-zahl Bewaffneter, die sich durch Flucht retten wollte, fiel einer andern