Die letzten Zeitungen.
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gleich niedrigen Gesellschafter überwacht nnd nothigenfalls exemplarischgezüchtigt werden; alle diese Geschwüre, diese Krebsschäden in unse-rer sonst in voller Gesundheit nnd Kraft strotzenden Stadt müssenausgeschnitten werden"; und Gritzner in der letzten: „Der Reichstag,zur Wahl der künftigen Negiernngsfvrm vom Volke berufen, stehtbegreiflicher Weise über dem Kaiser nnd der Fortbestand des letzter»als unverantwortlichen Besitzers der ausübenden Gewalt liegt in demErmessen des erster»." Die „National-Zeitnng" nnd der „Studenten-Courier" predigten offen Republik. „Warum lassen wir uns denConstitutioualismus mit seiner Ledernheit, Abgeschmacktheit nnd sei-nen immensen Kosten gefallen? Warum wählen wir nicht die ein-fache und einzig vernünftige Republik? Etwa aus windelweicherLiebe zu den angestammten Fürstenhäusern, die der Völker Schweiß,den sie in Form von Staatspapieren in der englischen Bank nieder-legen, während des Lebens mit Kartätschen nnd Staatsbankerott undans dem Sterbebett mit dem Vermächtniß der Liebe bezahlen?" Vieledieser Blätter entschuldigten ihr Eingehen damit, daß das in ihrenDruckereien beschäftigte Personal sich am Kampfe betheiligen müsse.Selbst der lustige Rath der damaligen Wiener Journalistik, der„Charivari", theilte seinen Lesern am 25. mit, daß seine Setzer amTage zuvor ansgerückt seien und darum das Blatt nicht rechtzeitigerscheinen konnte. Er brachte noch eine Bnmbumbnm-Parodie derWindischgrätz'schen BelagernngSstands-Bedingnisse"'-), einen etwasmystisch gehaltenen Aufsatz: „Das Wesen der Nationalität nnd ihrVerhältnis; in Oesterreich" von I)r. L. v. Hasner nnd stellte am 25.sein Erscheinen vollends ein. Nach dem 25. erschienen in einer odermehreren Numern nur noch der „Oesterr. Courier", der „WienerZuschauer", die „Presse" und die „Wiener Zeitung".
WaS aber dem an seine behagliche Lebensordnnng verwöhntenWiener am meisten nahe ging, war der beginnende Mangel anLebensmitteln. Obgleich in jener wirren Zeit an den Linien keineVerzehrungssteuer eingehoben wurde, gingen doch alle Preise fast umdie Hälfte in die Hohe. Wenige Tage nach der Ankunft des Fürste»Windischgrätz fehlte in mehr als einem Hause das zum Frühstück un-entbehrliche „Obers"; es hielt schwer ein Glas leidlicher Milch zubekommen, nnd selbst da mußte mau „Protection" haben, um bei dengeräuschvoll umlagerten Milchständen an das Ziel seiner Wünsche zu