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II. 14. Schreckensherrschaft in Wien.
ihn abgezielten Steinregen mit genauer Noth entging'""): da mußteman wohl andere Anschauungen von dem Stande der Dinge gewin-nen, in den die unglückselige Stadt versetzt war.
Zu diesen Bedrängnissen und Beängstigungen kamen noch aller-hand Nöthen andrer Art. Schon am 24. N -M. hatten sich die Brun-nen in Mariahilf, im Schvttenfeld u. a. zu leeren begonnen; diePumpwerke der Ferdinandswasserleitnng, von ihren durch die fort-dauernden Kämpfe an dieser Stelle verscheuchten Arbeitern verlassen,standen still. Um dieselbe Zeit hatte sich die Nachricht verbreitet,daß von den Truppen ein mit Kalk zur Gaserzeugung beladenerWagen angehalten worden sei. Zwar vernahm man bald daraus,daß Fürst Windischgrätz ans Verwendung des Ministeriums erklärthabe, die Zufuhr von ungelöschtem Kalk nicht hindern zu wollen;allein das Gas blieb dennoch aus, und ganz Wien lag in der letztenOctoberzeit die Nacht über im Dunkeln, wenn nicht die auf Befehlder Sicherheitsbehörde in den ersten Stockwerken der Häuser bren-nenden Lichter für die mangelnde Straßenbeleuchtung kümmerlichenErsatz leistetenDer regelmäßige Postverkehr hatte schon inder ersten Hälfte des Monats wiederholte Unterbrechungen erlitten;in der zweiten blieben nacheinander die Posten aus Preußen, Ruß-land und Galizien, ans Paris, dann in Folge der Windischgrätz'schenOperationen die aus Brünn, Prag und Ungarn, zuletzt auch jeneaus Triest und Italien aus; vom 24. an traf gar keine Post mehrin Wien ein'"). Von den Zeitschriften und Tagesblättern hattenschon die meisten zu erscheinen aufgehört; mit jedem Tage starbenweitere dahin: am 25. die „Constitution", der „Freimüthige", die„Ost-deutsche Post", die „Wiener Zeitschrift", das „Fremdenblatt",der „Soldatenfreund", am 26. die „Allg. Oesterr. Zeitung", der„Demokrat", der „Nadicale", der „Studenten-Courier", die „National-Zeitung", der „Gerad' aus", die „Gassen-Zeitung". Die giftigstenunter ihnen verließen den Schauplatz ihrer bisherigen Thätigkeit nichtohne eine letzte Bosheit loszulassen. Jellinek äußerte in der letztenNuiner seiner Zeitung: ,Messenberg ist ein Volksverräther, aber keinMinister; auch Kraus ist nichts weniger; eine Executiv Gewalt mußeingesetzt werden." Hanck schrieb im vorletzten Blatte der „Con-stitution": „Jene Reste geflüchteter Bureankraten müssen eingefan-gen, die schwarzgelben Coterien gesinnungsloser Weiber und ihrer