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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Angst und Noth.

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wie ein Trommler vor der Thüre eines Kaffeehauses stehen bliebund Alarm zu Wirbeln begann, worauf drinnen alles, von jähemSchreck gepackt, von den Sitzen springt, die Leser ihre Zeitungen, dieSpieler ihre Karten, die Kellner ihre Platten mit ,,Kapuziner" und,,Schwarzem" aus den Händen fallen lassen, alles wirr, Sessel undTische umwerfend, durcheinanderschießt, um durch eine Hinterthür dasFreie zu gewinnen, wo die Flüchtlinge in der nächsten Seitengassevon einer lauerndenPreß-Commission" in Empfang genommen wur-den"^); wenn man einem mit geballten Fäusten und hoch geschwun-genen Mordwerkzengen tobend und lärmend einherziehenden Haufenin den Weg kam, der unter Püffen und Schlägen einenSpion"fortzerrte, mit allen Merkmalen der Todesangst in den leichenblassenZügen, von Zeit zu Zeit den gläsernen Blick wie nach irgend einerHilfe scheu umhersendend, während seine bleichen Lippen ein zittern-des:Ich weiß von nichts! Ich bin unschuldig!" herausmnrmeln;wenn man beobachtete, wie in, den Schauplätzen der Kämpfe nähergelegenen Stadttheilen die bange Stimmung um Person und Eigen-thnm von Tag zu Tag sich steigerte; wie ganze Familien mit Kin-dern und bester Habe angstvoll von Straße zu Straße hernmirrten,nm einen Ort sicherer Unterkunft zu finden; wie sich Männer, dieihr Geschäft oder die Noth der Ihrigen ans die Gaffe trieb, furchtsaman den Häusern fortdrückten, um nicht von Späheraugen erblickt zuwerden; wie sich im Innern der Häuser hier alles still und ver-schlossen hielt, während dort die Frauen mit den kleineren Kindern,denen man den Vater oder älteren Bruder gewaltsam zum Kampfefortgeschleppt, zitternd den Augenblick herbeisehnten, wo er, wenn derAllgütige alles glücklich beendet, unversehrt in den Kreis der Seinenwieder znrückkehren würde; wen» sich einem das furchtbare Bild ent-hüllte, wo der unselige Zustand einen tiefen Riß in die Gliedereiner und derselben Sippe gezogen, wo der verblendete Jünglingnichts hören will von den Abmahnnngen seiner wohlmeinenden Elternoder wohl gar offener Streit auSbricht zwischen Vater und Sohn,die mit erhobener Waffe ans einander losgehen wenn man ver-nawn, wie sich die verzweifelte Erbitterung der Leute in gewaltsamenActen der Selbsthilfe Lust zu machen suchte; wie ans verborgenerHöhe hier auf einen Trupp Bewaffneter geschossen wurde, dort derChef der Sicherheilspolizei, durch die Straße schreitend, einem auf