ReiäMag und Gcmeiiiderath.
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habe ihr eigenes Bewußtsein; viele seien mit den Schritten des Reichs-tages nicht einverstanden. Doch die tonangebende Partei war fürentschiedene Maßregeln. Bvrrosch behauptete, man müsse so oft pro-testiren, so oft Unrecht geschehen, da man kein anderes Mittel inHänden habe. Sierakowski beantragte, die Verwahrung des Reichs-tages gegen die Bedingungen Windischgrätz' in der ganzen UmgebungWiens, allen Generalen und Officieren knnd zu machen. Goldmarkdonnerte gegen den „neuen Dschingis-Chan", gegen den „Mörder derFreiheit"; das ganze Land müsse sich wider ihn erheben, jede Obrig-keit ihm den Gehorsam verweigern; „ein Schrei des Entsetzens", riefer aus, „hat sich in der ganzen Welt über die Gränelscenen in Neapelerhoben, und was sind sie gegen das barbarische vandalische Verfahrendes Fürsten Windischgrätz? Blose Spielereien!" Den heftigsten Tadelfand das Verlangen der Auslieferung gewisser Individuen. „Waswäre das für ein Bürger", rief Borrosch unter dem donnernden Bei-fall der Galerien, die Smolka zur Ruhe verweisen mußte, „der seinenMitbürger ergriffe, um ihn als Geißel hinzuwerfen! Es würden sichalso nur Freiwillige als edle Sühnopfer hergeben; und diese Edelstensollte man dein Hinschlachten preisgeben"")?" Zuletzt wurde derAntrag des Ausschusses znin Beschluß erhoben, daß das in der Procla-mation vom 23. bekundete Verfahren des Fürsten Windischgrätz „nichtnur ungesetzlich, sondern eben so sehr gegen die Rechte des Volkeswie des erblicheil constitntivnellen Thrones feindlich" sei.
Auch in der Wippliugerstraße fielen die heftigsten Worte. Stiffträumte seinen Vorsitz, um sich an der Verhandlung zu betheiligen.„Ich habe mich", so ungefähr lauteten seine Worte, „so lange alsmöglich für deil Frieden ausgesprochen; jetzt aber verhängt FürstWindischgrätz über Wien Maßregeln, die kaum in Paris nach denJnnitagen angewandt wurden. Ich fordere meine Mitbürger beiihrer Ehre auf, sich von der Generalität nicht unterdrücken zu lassen.Die Prvelamationcn des kaiserlichen Feldmarschalls sind nur Schreck-schüsse; er wird zurückschandern, einer Stadt wie Wien Gewalt anzu-thun, wenn er erfährt, daß es hier 150000 Männer gibt, die sichtodesmuthig zur Wehr stellen. Der Fürst sagt, er wolle alle Errungen-schaften des Volkes achtel!. Das ist eine infame Lüge! Wie kann erdas wollen, wenn alle Vereine, alle Zeitungeil unterdrückt werden,und was haben wir für Bürgschaften seines Versprechens, wenn er