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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Reichstag und Nationalgarde.

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sogar unter allerhand Vorwänden hinter den schützenden Mauernvon Olmüz. Bei so manchem der Zurückbleibenden griffen Bedenkenüber einen guten Ausgang, Besorgnisse der zu gewärtigenden Folgenum sich.Wir werden fechten, und wenn wir nicht fallen, gehängtwerden", sagte Fröbel zu Auerbach und Bodenstädt, mit denen er aufdem Stephansplatze zusammentraf. Der freiheitsglühende Löhnermeldete sich krank und bezog ein Zimmer im allgemeinen Kranken-haus, dessen s. g. Dreiguldenstock auch andere von plötzlichem Un-wohlsein befallene Bewohner der Stadt aufnehmen mußte. Es warenoft ganze Familien in einem Gelasse zusammengepfercht. Auch inandere Spitäler kamen mitunter Kerngesunde geschlichen, die Unter-kunft suchten, wo mail kaum für die Verwundeten Platz genug hatte.Zweifel an der vorgeschützten Beschlußfähigkeit des Reichstages, Ge-rüchte über allerhand Ungehörigsten, die bei den Verhandlungenvorfielen, fanden in der Stadt Verbreitung und Glaubeil und ließensich durch die Gegenerklärungen, die das Vorstands-Bureau veröffent-lichte, kaum beschwichtigen'").

Am offensten trat dieser Geist mangelnden Vertrauens in denbessern Kreisen der Nationalgarde hervor. Gleich nach dem Bekannt-werden der Lundenburger Proclamation stellten mehrere Pezirks-Chefsden Antrag, drei aus ihrer Mitte zum Minister Kraus zu schicken,um aus seinem Munde zu vernehmen, wem eigentlich die National-garde gesetzlich unterstehe, wie man es mit den Bedingungen desFürsten Windischgrätz zu halten habe, und ob der Reichstag die Ver-antwortung auf sich nehme der kaiserlichen Armee offeneil Widerstandzu leisten. Die radicalen Mitglieder des Gemeinderathes, wo dieserVorfall zur Sprache kam, gaben sich alle Mühe, die Verwerfung jenesAntrages durchzusetzen; dennoch hatten beim Namensaufruf vierzehnGemeinderäthe gegen einunddreißig den Muth, für die Deputationzu stimmen. DerFreimüthige" kündigte seinen Lesern an, er werdeihnen die vierzehnnamentlich" bezeichnen, wozu er jedoch nicht mehrkam, da er schon mit der nächsten Numer sein Erscheinen einstellte.Tags darauf kam Fitster in die Stallburg und übergab dem Platz-Officier Dunder ein großes Packet von Abdrücken des Neichstags-beschluffes vom 22. mit der Weisung, dieselben durch Ordonnanzenund Boten aller Art in der Umgebung Wiens, namentlich unter derMannschaft der kaiserlicheil Truppen zu verbreiten; kaum daß sich der