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II. 10. Ankunft Windischgrätz' im Lager.
dm Besitzer um Erlaubniß gebeten, wäre es keinem eingefallen, sichdamit zu schmücken."
Während in solcher Weise auf der Nordwestseite der Stadt allesnoch im ruhigen Wege ablief, fand in entgegengesetzter Richtung, imSüdosten von Wien, eine Bewegung statt, die einen ernstern Cha-rakter annehmen zu wollen schien. General Moga, der nach demübereilten Rückzuge am 18. die Flußübergänge über die Leitha wiederhatte Herstellen lassen, setzte sich am 21. neuerdings in Marsch. Die Vor-truppen Ottinger's wichen zurück, eine Abtheilung kaiserlicher Reitereiwurde durch das Feuer der feindlichen Geschütze genöthigt, hinterGallenbrunn Deckung zu suchen. Schon waren Arbesthal, Göttles-brunn, Wilfleinsdorf von den Magyaren besetzt; schon bereitete Gör-gei, der die Avantgarde Moga's befehligte, einen Sturm auf Stix-neusiedel vor; schon sammelte Jelacic seine Streitkräfte bei Schwechatund Kaiser-Ebersdorf, um dem Stoß der Magyaren die Stirne zubieten. Da zogen sich diese wider Erwarten zurück und nahmen mitAnbruch des nächsten Tages ihre frühere Stellung bei Parendorf ein.Als am Morgen des 22. die Meldung von jenen Vorgängen inStammersdors eintraf, ließ der Marschall den G.-M. Fürsten Collo-redo mit dem 5. Jäger-Bataillon, drei Bataillonen Infanterie, einerDivision Kaiser-Kürassiere und einer sechspfündigen Fuß-Batterieallsogleich über Kagran und Asparn an die Lobau abrücken, die Donauübersetzen und über Kaiser-Ebersdorf nach Laa marschiren, um sichdem Banus zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig wurde GeneralChizzola mit dem 3. Bataillon Franz Karl, dem 2. Bataillon Ste-phan, dem 12. Jäger-Bataillon und einer Sechspfünder-Batterienach Lang-Enzersdorf entsendet, um von da das andere Ufer derDonau zu gewinnen und eine engere Verbindung zwischen den Trup-pen Ramberg's und Auersperg's herzustellen. Es war ein stürmischerTag, der 22.; Regen und heftiger Wind verhinderten den Brücken-schlag über den unwirthlichen Strom. Auch hatte eine Abtheilungder Aufständischen die Brigittenau besetzt, von wo ihre Geschütze denStrom bis unterhalb Klosterneuburg zu beherrschen suchten, bis eineBatterie, die Ramberg bei Nußdorf auffahren ließ, sie nach ein paarwohlgezielten Schüssen zum Schweigen brachte. Unterdessen hatte dieUebersetzung des Stromes auf Pontons, von Klosterneuburger Pio-nieren geleitet, begonnen und währte bis zur einbrechenden Dunkel-