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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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I. 9. Jenseits der Leitha.

im ungarischen Heere zu einem Husaren-Ofsicier von der Armee desBanns,will ich nicht stehen unter Student oder Schuster und

Schneider, will ich nix zu thnn haben mit Wien!"

So stand denn Moga schon Tage lang unfern der GränzeNiederösterreichs, ohne sie mit einem Fuße überschritten zu haben.Kommen die Ungarn?" fragten die Mitglieder der Permanenz Pulszky,der am 13. October in ihrer Mitte erschien.Sobald Sie es

wünschen, meine Herren"", war die Antwort. Nun wünschten sie

es wohl von Herzen, die Herren vom Ausschüsse, allein zu sagen ge-

trauten sie sich es nicht.Wir können den legalen Boden nicht ver-lassen", erwiderten sie dem ungarischen Unterstaatssecretär. ,,Daskönnen auch wir nicht"", meinte Pulszky;wir haben es mit Jelaciczu thnn, der uns angegriffen; Auersperg geht uns nichts an.""So warteten die Ungarn auf die Wiener und die Wiener auf dieUngarn. Unter der Hand kamen Nachrichten und geheime Botschaftenaus dem Lager Moga's in das Hauptquartier Messenhanser's undumgekehrt aus der belagerten Hauptstadt in den Bivouak von Parn-dorf. Aber offene und förmlich beglaubigte Sendung fand von dereinen wie von der andern Seite keine statt. Man beschränkte sichauf versteckte Liebesdienste oder doch Anläufe zu solchen. In Preß-burg hielt die Pester Regierung Vorräthe von Stück- und Musketen-pulver für die Wiener bereit, die ihnen dagegen 20000 Stück Ge-wehre aus ihrem Zeughause ablassen sollten. Messenhauser wagteweder jenen Schießbedarf abholen zu lassen noch die verlangtenWaffen auszufolgen.Es würde das Verdacht erregen, man wollesie Windischgrätz in die Hände spielen", wendete er Pulszky ein;ichkann nicht einmal jene aus der Linie schaffen, die, für Sie in Belgienangekauft, auf der Hauptmauth liegen"^). Zwei oder drei Tagenach diesen Verhandlungen lief wieder einmal die Nachricht:dieUngarn kommen!" durch die Stadt; ein alter Magyar auf einemSchimmel, vom Volk mit Jubel empfangen, hatte sie gebracht unddabei versichert, die beiden Heere ständen sich gegenüber; in einerhalben Stunde müsse der Angriff erfolgen. In der Thal ließ Mogaam 17. Nachmittags über Wilfleinsdorf, Packfurth und Hollern vor-rücken; allein die Vortruppen hatten noch nicht ihre Posten ausge-stellt, als der Befehl kam, wieder zurückzugehen, alle künstlichen Fluß-übergmige zu zerstören, die natürlichen ungangbar zu machen. Diese