Gründe des Zögerns der Ungarn.
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halten zu müssen geglaubt, daß dabei der Name des Königs Ferdi-nand V. im Vordergründe stand. Hinter diesem Schilde waren esk. k. Generale, Ofsiciere und Truppenkörper, die sich im Banat undin der Bäcka gegen die raizischen „Näuberhorden" in's Feld führenließen. In den transsylvanischen Bergm waren es wieder nur wa-lachische „Räuberhorden", denen das k. k. Szekler-Husaren-Regimentund die beiden k. k. szeklerischen Gränz-Infanterie-Regimenter dieSpitze boten; in dem ersten Artikel der Agyagfalver Volksversamm-lung erneuerte „die gesammte Szekler-Nation" ausdrücklich „KönigFerdinand V. den Eid der Treue". Jelacic selbst, dem sich derk. k. Generalmajor Moga mit einem größtenteils aus k. k. Truppenbestehenden Heere in offenem Felde gegenüber gestellt, was war eranders, als ein vom König Ferdinand V. in Bann gethaner, allerseiner Aemter und Würden entkleideter Hochverräter? Wenn er inletzter Zeit in diese wieder eingesetzt war, so war das, behauptetedie Aufstandspartei, nicht vom constitutionellen König ausgegangen,der ohne das verantwortliche Ministerium nichts unternehmen konnte,sondern es war eine Schönbrunner Palastintrigue mit dem vorge-schobenen Schein-Minister Rötsey*). Jetzt aber stand Jelacic aufnicht-ungarischem Boden: durfte man diesen, sei es auch um derVerfolgung eines „Hochverräters" willen, eigenmächtig betreten?Zur Verteidigung des eigenen Landes hatte die Pester Regierungbisher mit Glück kaiserliche Soldaten verwendet: möchten diese aberauch dann willig folgen, wenn es einen Angriff auf des Kaisersnicht-ungarisches Eigen gälte? Aber mehr noch, es war jetzt nichtmehr Jelacic allein, der am linken Ufer der Leitha stand. „Da dieCamarilla eingeseheu hat", sagte Ny-iri im Pester Repräsentanten-hause, „daß Jelacic seine Popularität selbst beim Militär eingebüßt,hat sie jetzt Windischgrätz auserkoren, der wenigstens kein Räuberund nicht als Feigling davon gelaufen ist, wie jener; der schwarz-gelbe Theil des Militärs wird darum dem Windischgrätz noch mehranhänglich sein, als er es dem Jelacic war." Zu all dem kam nunaber noch, wenn es sich um die Hilfe für Wien handelte, der magya-rische Stolz. „Bin ich ein Edelmann", sagte jener Csikös-Führer
*1 Daß der Äbsetzungsbcsehi des Banns vom Junieines Ministers hatte, wurde absichtlich übersehen.
gar keine Gegenzeichnung10 *