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I. 9. Jenseits der Leitha.
lager aufgestandene Puchner alle Cassaschlüssel überbringen und nahmsie in seine Verwahrung, 17. October. Tags darauf erschien seine„Proclamation an sännntliche Behörden und Bewohner Siebenbür-gens", worin er erklärte, „auf die Dauer der Gefahr, und bis eingesetzlicher Zustand wieder sanctionirt sei, im Namen Sr. Majestätdie Zügel der Regierung zu ergreifen"; er forderte alle „Landes-behörden und Jurisdictionen" zu pünktlicher Folgeleistnng auf, stelltealle Truppen, Nationalgarden und „was immer für Namen habendenfreiwilligen Corps" unter seinen Befehl und verbot allen von derPester Regierung geschickten Commissären jede fernere Wirksamkeit,„widrigenfalls sie als Emissäre angesehen und zur kriegsgerichtlichenAburtheilung überliefert würden". Das pflichtgetreue kaiserliche Militärathmete frei auf; ein klares Ziel, eine feste Richtschnur des Handelnswar gegeben, die Zeit der Ungewißheit und des beständigen Lavirenszwischen den Befehlen der kaiserlichen Militärbehörde und den Wei-sungen der Pester Regierung war vorüber. Durch das ganze Sachsen-land ging ein neuer Geist; Deutsche und Romanen reichten sich diebrüderlichen Hände.
Wie die Dinge in Ungarn und Siebenbürgen standen, mußtedem Pester Landesvertheidigungsausschusse alles daran liegen, demWiener Aufstand, wenn nicht zu einem entscheidenden Siege zn ver-helfen, doch jedenfalls so reichliche Nahrung zuznführen, daß dadurchdie militärischen Kräfte der nicht-ungarischen Länder so lang alsmöglich in Anspruch genommen und für Ungarn gebunden würden.Jeder Anlauf zu einer Vermittlung, die dem Bruderzwiste in un-kriegerischer Weise ein Ende machen zu wollen schien, versetzte diePartei Kossutb's in Aufregung und sie bot alles auf, die Sache zuHintertreiben »"'I. Andrerseits schien es aber wieder geboten, denkaiserlichen Truppen nicht durch eine herausfordernde Unvorsichtigkeitvor aller Welt gerechten Grund zu geben, ihre Waffen unmittelbargegen Ungarn zu wenden. Eine solche Vorsicht war, vielleicht innoch höherem Grade als gegen das Ausland, gegen die eigenen Or-gane geboten, mit denen die revolutionäre Regierung für ihre Zweckehantierte. Was auch im Ländergebiete der St. Stephanskrone vor-gefallen war, immer hatte man es vor der Masse des dynastisch ge-sinnten Volkes und selbst vor der großen Mehrheit seiner Führer so