Zuzüge nach Wien.
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Militär besetzt war. Ohnedies; schien ein am 13. an Pürcker ge-langtes Telegramm: „Arbeiter dürften Wien lästig werden" jedenweitern Zuzug zu verbieten. Vom dritten Freiwilligen-Bataillon,das inzwischen seinen Marsch nach Italien augetreten hatte, riß nochin Laibach eine Schaar von etwa vierzig Mann aus, die aber inCilli als Deserteure angehalten und zu ihrem Corps zurückgebrachtwurden.
Erwähnen wir noch eine kleine Schaar Salzburger Studenten,welche die Professoren Reher und Wolf zum Zuge nach Wien an-trieben, und die Geldspenden, die von einzelnen Orten Nieder- undOberrösterreichs einliefen so haben wir so ziemlich alles beisam-men, was den Aufständischen von der in so ausgedehntem Maßeerwarteten Erhebung der Provinzen zu gute kam. Dabei darf übrigensnicht übersehen werden, daß es mehrere dieser Hilfszüge nicht sowohlauf Förderung des Aufstandes, als auf Ablösung der „im Wach-dienst für die bedrohte Freiheit" ermüdeten Wiener Nationalgardenabgesehen hatten. Dieß war namentlich bei den Brünner Gardender Fall, und auch ein Theil der Grätzer hatte sich nur in dieserMeinung nach Wien führen lassen; als sie nach ihrer Ankunft dieDinge anders fanden, wollten einige sogleich wieder abfahren. Soschrieben die im Gasthof „zur ungarischen Krone" (Himmelpfortgasse)einquartirten steirischen Studenten nach Hause: „man habe sie ge-täuscht; nicht um den Wachdienst handle es sich, und Revolutions-Gelüste hätten sie nicht nach Wien geführt"; sie baten den Magistrats-Vorstand ihrer Vaterstadt, sich bei Auersperg für die Gestattungihrer Rückkehr zu verwenden; doch der demokratische Verein in Grätzließ das nicht zu: „sie sollen nur in Wien bleiben". Die Tage ver-gingen und bald war jedes Davonkommeu aus der rings umschlosse-nen Stadt unmöglich. Auch ließen die Aufständischen keine Ent-schuldigung mehr gelten. Als am 25. die „Freiwilligen-Schützen inder ungarischen Krone", aufgefordert die Barricaden in der Tabor-straße zu besetzen, sich darauf beriefen, daß sie nicht zu diesen; Zweckenach Wien gekommen seien, erschien Füster bei ihnen und redete ihnenso lange zu, bis sie sich fügten.
Die Führer der Wiener Bewegungspartei hatten schon frühzeitigihre Anstalten getroffen, um sich für den Fall des Bedarfs einer