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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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I. 8. DieProvützen" und das einige Deutschland.

gramme Kunde zu geben. Am frühen Morgen des 11. beschloß derdemokratische Verein, den Gouverneur von neuem wegen Aufbietungdes Landsturms zu beschicken. Die Mitglieder der Deputation ge-berdeten sich in der wildesten Weise, drohten Erstürmung des Zeug-hauses, Besetzung des Schloßberges, falls dem gestellten Begehrennicht willfahrt würde, legten dem bedrängten Grafen so zu sagen denStrick an den Hals, so daß dieser, von der Militär-Behörde nichtunterstützt, zuletzt in allen Stücken nachgab. Um 10 Uhr V. M.donnerten zwölf Kanonenschüße vom Schloßberg herab, während vonden Kirchenthürmen ein mehrere Stunden andauerndes Sturmläutenbegann, um den Bewohnern von Grätzdie Bedrängnis der StadtWien bekannt zu geben" und das Landvolk der Umgegend zusammen-zurufen. Der Commandirende Graf Spannocchi, der schon frühererklärt hatte:Wenn es zu etwas kommt, ich menge mich in nichts!",führte seine Truppen bei den alten Pulverthürmen zur Stadt hin-aus und ließ sie nnthätig auf dem Glacis bivouakiren'''), währendin der erschreckten Stadt die größte Verwirrung herrschte, die Kauf-läden geschlossen wurden, bewegte Gruppen Straßen und Plätze füll-ten, das Zeughaus sich öffnete und die von Radecky für seine italienischeArmee verlangten Waffen ohne weitere Nachfrage an jeden, der sichzum Marsche nach Wien bereit erklärte, ausgefolgt wurden.Vondiesem Tage", äußert ein gleichzeitiger Schriftsteller,war Grätz in dieHände einer gesetzlosen Partei gegeben und das Land einen ganzenMonat thatsächlich ohne Regierung." Am 11. und 12. fuhren mehrals 400 Bewaffnete aller Art, Garden, Studenten, Arbeiter vonGrätz ab. Der Nationalgarde-Ober-Commandant General Pürckergab ihnen das Geleite. Eisenbach, vr. Emperger standen an derSpitze einzelner Züge; auch der Vorsitzende des demokratischen Ver-eins, Stiger, kam mit, der sich in den letzten Octobertagen durchebenso heftige Reden als aufreizende Kundmachungen bemerkbar machte.Am Sömmering schlossen sich ihnen mehrere Arbeiter, darunter auchWeiber, an. In Mödling kam ihnen 1K-. Hammerschmidt auf einemweißen Rößlein entgegen und geleitete sie nach Wien, wo sie nach eineman Abenteuern reichen Zuge unversehrt eintrafeu^). Andere Haufenvon Natioualgarden und bewaffneten Arbeitern, die in den folgendenTagen aus Grätz, Marburg und den südlichen Gegenden nachkameu,konnten nicht über Wiener-Neustadt hinaus, das mittlerweile vom