Casernen und Läger.
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schmuggeln gewußt hatte, bei der sie fortan Dienste wie jeder anderethat. Drinnen in den großen Sälen lagerten an den weißgehobeltenTischen die Studenten einzeln und gruppenweise in den verschiedenstenBeschäftigungen; hier eine Partie Tarok, dort eine lebhafte politischeDiscnssion; daneben schreibt ein Mediciner seine Krankengeschichteüber einen Cholera-Fall, während ein junger Maler ein Zerrbild andie Wand zeichnet"). Ein paar hundert Schritte davon war manbeim Schwarzenberggarten. Messenhauser hatte in dem fürstlichenSommerpalaste sein Hauptquartier aufgeschlagen, und es ging daimmer lebhaft zu. Kutschen standen abseits, die Besucher oder Neu-gierige herausgeführt hatten. Ordonnanzen eilten ab und zu, Garde-kavalleristen und Legionäre tummelten ihre Pferde; die Offieiere vomStabe des Ober-Commandanten mit ihren flatternden grünen Feder-büschen, quer über die Schulter die weißrothe Feldbinde, machten sichbemerkbar; unter ihnen ragte im langen weißen Reitermantel mit rothemKragen die hohe Gestalt Fenneberg's hervor, ein schöner langer Bartzierte sein Gesicht. Aber auch der Präsident Smolka, an seinem gewal-tigen rothbuschigen sorgsam gepflegten Schnurrbart weithin kenntlich,Mitglieder des Reichstages und Gemeinderathes fanden sich zeitweise einund wurden, als die waltenden Autoritäten, von dem achtungsvollenStaunen der Menge empfangen. Das Lager im Schwarzenberggartenzählte etwa 500 Mann, die aus allen Compagnien der verschiedenenWehrkörper herausgezogen waren; flinke Marketenderinen, aber auchandere Dirnen bewegten sich durch die wechselvollen Gruppen. An:lebendigsten war das Treiben in den Nachmittagstnnden, wo unterdem Portale des Palastes die Musikcapelle von Strauß Vater ihreimmer gern gehörten Weisen abspielte. Ernster ging es im Belve-dere her, obgleich auch dort das rege Lagerleben von Zeit zu Zeitdurch die Bande des Capellmeisters Adam erheitert wurde. Hierwaltete Bem. An einen: der Fenster, die von: ober:: Theile des Ge-bäudes gegen die Stadt blickten, konnte man allerhand Stangenwerk,Vorrichtungen für weiße Fahnen bei Tag, für Flambeanx bei Nachtwahrnehmen; es waren das die Zeichen, wodurch sich der alte Polen-general mit den: Observatorium der inneren Stadt in Verkehr setzte.Die oberste Kuppel des Gebäudes wurde von den Officieren Bem'sals Beobachtnngspnnkt benützt; sie gestattete eine weite Umschau,namentlich gegen die Truppen des Banns. In: Belvedere lagerte