Wendel Messehäuser,
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gedruckte Ansprachen unmittelbar mit der Öffentlichkeit verkehrte.Die Schwulst einer phrasenreichen Sprache bestach einen großen Theildes Wiener Publicums nm so mehr, je weniger bei demselben Ueber-legung und Reife des Urtheils zu finden war und mit je größererZuversicht Messenhauser, der als gewesener k, k. Officier die Sachedoch verstehen mußte, von heldenmüthiger Vertheidigung und künf-tigen Siegen sprach. In Wahrheit besaß der neue Ober-Comman-dant sehr geringe militärische Fähigkeiten und gar keine für einehöhere Führerschaft. Er verstand es nicht einmal sich mit den Ver-hältnissen der Oertlichkeit, die er strategisch zu beherrschen berufenwar, vertraut zu machen. Auerbach war einmal dabei, als Messen-hauser auf einem Plane der Stadt Wien seine Vertheidigungsent-würfe auseinandersetzen wollte und sich von Andern belehren lassenmußte, „das, was er meine, liege nicht an dieser Stelle, sondern anjener". Auf Fröbel machte er den Eindruck eines Mannes, der sei-ner Aufgabe nicht gewachsen war und dem es auf seinem Stand-punkte schwindelte; ihm fiel an Messenhauser heftige Unruhe desWesens, außerordentlicher Wortschwall und Unklarheit der Gedankenauf, die er in überstürzenden, oft nicht zu Ende geführten Sätzen aus-sprach; Messenhauser habe mit ihm stundenlang über die unwichtig-sten Dinge gesprochen und dabei, herrisch und launenhaft, die drin-gendsten Meldungen zu einer Zeit abgewicsen, wo alles auf demSpiele stand. „Ein Tyrann entsteht immer durch Verbindung einesleidenschaftlichen Willens mit einem confusen Kopfe", fügt Fröbelbei. Nun, wenn auch mitunter rauh und ungerecht gegen seineUntergebenen, wie Fröbel beobachtet haben will, ein Tyrann warMessenhauser gewiß nicht. Wohl belastet sein Andenken die schwereSchuld, eine Sache, an deren Ausführbarkeit er selbst nicht glaubte,übernommen und dadurch mit beigetragen zu haben, daß der Stadt,die er nutzlos vertheidigte, an Gut und Blut unersetzbarer Schadezugefügt wurde. Allein auch dagegen läßt sich sagen, daß, wennMessenhauser die ihm angebotene Stelle ausschlug, ohne Frage einanderer sie übernahm, der sie kaum in gleicher Weise geführt habenwürde. Einmal an seinen Posten gestellt, hat sich Messenhauser vonAnfang bis zu Ende bestrebt gezeigt, es im Ganzen wie im Einzel-nen nicht zum äußersten kommen zu lassen. Alan niag billig überdie endlosen Episteln lächeln, die er an Auersperg, an Jelacir, an