Vorbereitungen ;m» Aufbruch gegen Wien.
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zuges von Prag abgesandt, um auf der ganzen Strecke von Bechovicbis Olmuz alle Bahnhöfe zu besetzen; ehe der Morgen des 10. an-brach, war die Maßregel vollzogen. In der Nacht vom 9. zum 10.ging General Wyß nach Olmüz ab, um die Bahnlinie von da weiterbis Lundenburg, wo möglich bis Gänserndorf zu sichern, die March-brücken bei Hohenau, Dürnkrut und Angern zu besetzen, die in Lnn-denburg eintreffenden Truppen zu sammeln und staffelförmig vorzu-schieben, Jedlersee und Jedlersdvrf zu besetzen, Wien vom March-feld abzusperren und die Flügelbahn nach Preßbnrg zu unterbrechen.Am tl. N. M. richtete Windischgrätz einen Aufruf „an die Bewoh-ner Böhmens", denen er seinen bevorstehenden Abmarsch ankündigte;„der seit geraumer Zeit hier bestehende friedliche Zustand und dieloyalen Aeußerungen der Bewohner dieser Hauptstadt" böten ihmdie Ueberzcugung, „daß Ruhe und Ordnung nicht mehr gestört wer-den". Die Leitung des böhmischen Generalkommando und den Ober-befehl über die geringe im Lande zurückbleibende Truppenmacht über^nahm F.-M.- L. Graf Khevenhüller. Am 15. früh war alles zur Abreisedes Hauptquartiers bereit, als, von Auersperg und Jelacic gesandt,Oberlieuteuant Stenglin eiutraf, um Windischgrätz von dem Inhalteihrer am 10. getroffenen Verabredung in Kenntniß zu setzen. Windisch-grätz antwortete: „Den Rückzug bis Krems könne er nur ihrer eige-nen Verantwortung anheimstellen; im Gegentheile müsse mit allenKräften einer Vereinigung der Magyaren mit den Wienern entgegen-gewirkt, und solle für den äußersten Fall eine Stellung mit demlinken Flügel am Kahlenberg, dann längs der Rücken des Herrmanns-kogels, Dreimarksteins, Grän- und Roßkopfberges bis über die Wiengenommen werden". Ehe Stenglin zu den beiden Generalen znrück-kcktü, hatten dieselben, wie früher erwähnt, ihre Streitkräfte bereitsin einer Weise vertheilt, die den Absichten des Fürsten nur ent-sprechen konnte.
Am 15. N. M. traf Windischgrätz, von der kaiserlichen Familiesehnlichst erwartet, in Olmüz ein. Zwei Systeme, aus dem Wirr-sal der Zustände wieder in feste Ordnung zu kommen, waren in denhöchsten Kreisen angeregt, und es mußte sich für eines derselben ent-schieden werden, ehe nach irgend einer Seite etwas entscheidendes zuunternehmen war. Das eine wurde von dem früheren Hofkammer-Präsidenten Baron Kübeck verfochten, der, durch Unwohlsein an per-