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I. 5. Fürst Alfred Windischgrätz.
Sprache gebracht, mag Ihnen ein Beweis der Fortdauer meinerAchtung für Sie sein; ich würde es sonst nicht erwähnt haben. Siesind jetzt selbst ani besten in der Lage zu beurtheilen, ob es gut seinwürde, wenn es nach Ihren damaligen Wünschen gegangen wäre."Noch in derselben Nacht entsendete Windischgrätz den HauptmannDrechsler vom G.-Q.-M.-St., um in möglichster Eile Kunde überdie Sicherheit der kaiserlichen Familie einzuziehen, ein Punkt, überden er bald darauf, am 0. Vormittags, durch den Grafen MorizPälffy beruhigt wurde, der in der letzten Zeit dem SchönbrunnerHofe sich zur Verfügung gestellt und von diesem unmittelbar nachdem Aufbruche von Schönbrunn den Auftrag empfangen hatte, denCommandirenden von Böhmen davon in Kenntniß zu setzen. Nach-dem auch Drechsler mit der Botschaft zurückkam, daß sich die kaiser-liche Familie unter Bedeckung der Brigade Parrot auf dem Wegenach Olmüz befinde, ließ Windischgrätz derselben den Rathschlag zu-kommen, „sich mit dem Wiener Reichstage in keinerlei Verhandlungeinzulassen, den Fürsten Felix Schwarzenberg von Wien zu berufenund sich niit vollen: Vertrauen dessen Rathes zu bedienen; in allemübrigen werde er selbst seine schleunigen Vorkehrungen treffen". Schonbefanden sich seine Couriere auf dem Wege nach Brünn und Krakau,um den dort commandirenden Generalen die schleunige Absendungaller entbehrlichen Truppen gegen Wien an's Herz zu legen. Nochin der Nacht vom 9. zum 10. traf Major Coudenhove vom Für-sten Reuß, am andern Tage Hauptmann Theobald vom GrafenSchlick mit der Zusage kräftigster Unterstützung in Prag ein.
Windischgrätz hatte im stillen längst seine Anstalten für denäußersten Fall getroffen. Die Marschweisungen für alle in Böhmenverfügbaren Truppenkörper waren seit Wochen vorbereitet, am 9.gingen sie nach allen Richtungen ab, begleitet von einem Tagesbefehl,worin der Commandirende seinen Entschluß ankündigte, „gegen djeResidenz Wien aufzubrechen und mit den Waffen in der.Hand dorteinzuschreiten, wo es das Gefühl für Pflicht, Ehre und Recht gebie-ten wird". Die Ordre lautete, die Mannschaft sogleich marschbereitzu machen, am 10., längstens II. aus der Station aufzubrechen undin einer Reihe fvrcirter Märsche nichts zu versäumen, um am 21.und 22. vor Wien zu stehen. Am selben Tage 6 Uhr N. M. wurdedas 5. Jäger-Bataillon und eine Division vom 6. mittelst Sonder-