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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Vorberebniigen zum Ausbruch gegen Wien.

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wenn man die Truppen nicht fürchtete. Wenn man eine Armee hat,besitzt man das Mittel Widerstand zu leisten und muß es gebrauchen.Die revolutionäre Partei wird sonst alles thun sich der Armee zuentledigen und, glauben Sie mir, sie wird dahin kommen es zuerreichen."

Mit der kaiserlichen Familie war Windischgrätz diese ganzeZeit hindurch in unausgesetzter Berührung geblieben. Gleich nachRückkehr derselben von Tyrol hatte er Langenau nach Wien ge-sandt, dessen Schwager General Mertens, damals im Kriegs -Ministerium verwendet, von den Plänen des Fürsten im allgemei-nen unterrichtet wurde. Fürst Joseph Lobkovic, Generaladjutantdes Kaisers, empfing von Windischgrätz die Mahnung, eine Brigadeder Wiener Garnison fortwährend in der Nähe von Schönbrunn be-reit zu halten, die für den Fall einer Katastrophe die Abreise derkaiserlichen Familie zu decken hätte. Als von Schönbrnnn aus dieFrage der Abdankung des regierungsmüden Kaisers von neuem an-geregt wurde, sandte Windischgrätz auf Verlangen der regierendenKaiserin Entwürfe von Manifesten, wovon sich, falls die Krisis zuplötzlich hereinbräche, im Namen des abtretenden und des antreten-den Monarchen Gebrauch machen ließe. Gleichzeitig wurden die erstenenergischen Maßregeln eingeleitet, der magyarischen Revolution einZiel zu setzen; eine kleine Schaar regierungstreuer Magnaten, diesich an den Hof anschloß, unterstützte Windischgrätz in seinen Be-mühungen, deren erste Erfolge das kaiserliche Handschreiben an Jelacicvom 4., die Manifeste und Proklamationen vom 22. und 25. Sep-tember und das von Rötsey gegengezeichnete a. h. Rescript vom3. October waren.

Am 8. October Abends empfing Windischgrätz die ersten nähe-ren Nachrichten über die Ereignisse des 6.; Nieger und Havlicekwaren es, die sich unmittelbar nach ihrer Ankunft in Prag auf denHradschin zum Fürsten verfügten. Er hörte ihre Mittheilungen ruhigan und erinnerte sie dann an das großartige Mistrauens-Votumgegen ihn, das die Rechte des Reichstags vor wenig Wochen demMinisterium übergeben, unter welchem auch ihre beiden Namen stan-den. Als sie, etwas verlegen, entschuldigende Erläuterungen vorzu-bringen suchten, erwiederte er:Meine Herren, daß ich das zur