Abstammung und Jugendzeit.
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wissenschaftlicken Ergebnissen der neuen Doctrinen in Einklang zuerhalten. Offenheit des Charakters, Selbständigkeit und Unabhän-gigkeit des Urtheits und ein redliches Streben nach Wahrheit ziehensich durch sein ganzes Wesen, dem darum nichts so innerlich zuwiderist, als das Treiben der geheimen Gesellschaften, die eben damalsunter den verschiedensten Namen und Gestalten üppig wucherten; errichtet eine eigene Schrift Wider sie und ist, als endlich eine kaiser-liche Verordnung ihr bedenkliches Treiben untersagt, darüber so er-freut, daß er dem Staate eine freiwillige Schenkung von 30000 fl.macht. Wie mit den überstürzenden Neuerungen des Kaisers Joseph,so ist Graf Windischgrätz mit der kriegerischen Thätigkeit des jugend-lichen Franz nicht einverstanden. Er bedauert den Ausbruch undden unheilvollen Gang der französischen Revolution; allein ererblicktin ihr znm großen Theil eine Folge schweren früheren Verschuldensder Dynastie wie der höheren Gesellschaft Frankreichs. Als daherum diese Zeit von Kaiser Franz eine Aufforderung an den Adel unddie Geldbesitzer zu freiwilligen Opfern für Kriegszwecke ergeht, ver-weigert der Graf für seine Person jeden Beitrag, zahlt aber für diegesammten Unterthanen seiner böhmischen Herrschaften den ausge-schriebenen Kriegszuschlag. Seine späteren Lebensjahre bringt er fastununterbrochen auf seinen Schlössern Tachau und Stekna zu. Inletzterem beschließt er 1802 seine irdische Laufbahn; als er sein Endeherannahen fühlt, besorgt er sein Seelenheil, ordnet seine weltlichenAngelegenheiten, nimmt von den Seinigen Abschied und bescheidetdann in ein anstoßendes Zimmer seine Musikcapelle, unter deren hin-schmelzenden Weisen seine freie und starke Seele ihre sterbliche Hülleverläßt.
Graf Joseph Niclas war zweimal vermählt. Zwei Söhne ersterEhe, Karl und Joseph, starben, der eine im kaiserlichen Militärdienst,der andere als Privatmann, kurz nach einander gegen Ende der neun-ziger Jahre. Seine zweite Gemahlin, eine Prinzessin Ahrenberg, be-schenkte ihn am N. Mai-1787 während eines vorübergehenden Auf-enthaltes in Brüssel mit einem Knaben, der in der Taufe den NamenAlfred empfing. Die sturmbewcgten Jahre, in welche seine Jugend-tage fielen, brachte Alfred, kurze Aufenthalte im Familienhause zuGumpendvrf abgerechnet, auf den väterlichen Herrschaften zu, wo erbald, dem Reiten und dem Waidwerk frühzeitig hold, jeden Pfad