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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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I. 5. Fürst Alfred Windischgrätz.

durch Flur uud Wald kannte. Nach dem Tode seines Vaters folgteer einzig seinem persönlichen Hange, als er, am 24. Mai 1804 alsHaupt der Familie mit der Reichs-Fürstenwürde bekleidet, im Junidarauf als Oberlieutenant in das Uhlanen-Regiment des damaligenF.-M.-L. Fürst Karl Schwarzenberg <Nr. 2) eintrat. Gleich dasnächste Jahr, 1805, mit ein Opfer der Katastrophe von Ulm, wurdeer auf Ehrenwort entlasten und benützte die darauf folgende Friedens-zeit, sich eifrig mit militärischen Studien und mit der Heranbildungdes gemeinen Mannes zu befassen. Im Feldzuge von 1809 focht erbereits an der Spitze einer Escadron an dem schönen Tage des22. Mai bei Eßlingen mit, bis er gegen Mittag verwundet wurde. Eshatte ihm in der Hitze des Kampfes ärgeres gedroht: ein französischerCarabinerlauf lag schon hart an seinem Ohre, als einer seiner Uhla-nen, rasch herbeifliegend, den feindlichen Reiter niederstach. Kaumvon seiner Wunde genesen, stellte sich Windischgrätz, mittlerweile zumMajor bei Merveldt-Uhlanen (Nr, 1) befördert, wieder zur Verfügungund wurde dein eilften Armeecorps unter Kienmayer zugetheilt, dasgegen Eger aufbrechen und Böhmen gegen einen von zwei Seitendrohenden Einfall der Franzosen decken sollte. Windischgrätz gehörtemit seinen Uhlanen zur Brigade Radivojevic, die Streifzüge weit nachFranken hinein unternahm. Nachdem Kienmayer sich am 28. Junibei Nossen und dem Celler Walde gegen Jerome Buonaparte gehal-ten, sodann, sich rasch gegen Marschall Junot wendend, diesen am8. Juli bei Gefräs geschlagen und bis Baireuth zurückgeworfen, kehrteer seine Waffen von neuem gegen den König von Westphalen, dener am 12. bei Plauen angriff und nach einem kurzen Gefechte zumRückzüge zwang. Der König selbst, seinen deutschen Truppen nichttrauend, hatte auf der Flucht solche Eile, daß ihm Windischgrätz, miteinem Trompeter an der Seite, bis unter die Wälle von Erfurt aufder Ferse war, ehe er ihn erreichte und mit ihm einen Waffenstillstandabschloß, der freilich von den Ereignissen im Marchfelde überholtwurde. Hatte der junge Uhlanenmajor ans dem Ulmer Feldzugeden Eindruck kläglicher Heeresführung und mangelhafter militärischerOrganisation mitnehmen müssen, so flößte ihm die Umsicht, Ent-schlossenheit und Schlagfertigkeit, mit der Kienmayer an der Spitzevon 9000 Mann und 800 Reitern gegen zwei an Truppenzahl beiweitem überlegene französische Corps seine Aufgabe erfolgreich zu