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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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1. 4. Das kaiserliche Bclagermigsheer.

musterhaft zu neuueu.Das Militär hat sich, wo immer es lagerte,nicht einen Exceß zu Schulden kommeil lassen", läßt sich ein Augen-zeuge vernehmen;ich sprach die Bewohner aller Ortschafteil undkeine konnte eine Klage Vorbringen; die strengste Mannszucht wurdebeobachtet." Freilich wenn sich ein Calabreser in ihre Nähe wagteoder wenn Verführer ihr unehrenhaftes Handwerk an ihnen versuch-ten, dann lief es nicht so glatt ab. Als eines Tages in der Gegendvon Baden ein Weib mit Flugblättern, worauf Latour au der La-terne hängend abgebildet war, ergriffen wurde, hatten die OfficiereMühe, es den Händen der wüthenden Soldaten zn entreißen; in'sVerhör genommen, bekannte die Person, daß sie reiche Bezahlungempfangen habe, um mit ihren aufreizenden Blättern in's Lager zugehen. Bei heiterem Wetter fehlte es nicht an zahlreichen Besuchernaus Baden, Neustadt und anderen Orten ihres gezwungenen Auf-enthaltes, die meist nur ihre Neugierde befriedigen wollten. Einemoder deni andern Herrchen stachen dann wohl auch die schonen Kroa-tineu in die Augen, ohne daß sie sich besonderer Erfolge bei ihnenrühmen konnten; im Gegentheile, die Lager-Chronik wollte von mehrals einerHauswatsch'n" wissen, deren Empfänger den Unterschieddieser kräftigen und feurigen Weiber von Wiener Barricadendirnennicht klüglich vorher bedacht hatte. Ueberhaupt war man auf derleiBesuche im Lager des Banus nicht gut zu sprecheil.Für diesePhilister und Geldsäcke", schrieb ein Officier hierüber,war das här-teste, daß sie einige Wochen ihrer Bequemlichkeit, ihres Sitzes imTheater und ihrer Partie im Kaffeehaus entbehren mußten, und dochwar ihre Feigheit und Charakterlosigkeit vorzugsweise an dem Unheilschuld. Wahrlich, hätte es nicht Oesterreichs Ehre gegolten, diesePflastertreter hätten sich meinetwegen ihre Comforts selbst wiedererstreiten mögen " ^).

Das Gemälde des kroatischen Lagers den Aufständischen inWien hieß, wie auf dem südlichen Kriegsschauplätze den Italienern,fast allesKroat", was die kaiserliche Uniform trug und vor denLinien stand wäre unvollständig zu nennen, wenn wir ihm nichtdurch das Bildniß des edlen Führers, der alle Soldatenherzen ansich zog und mit Begeisterung erfüllte, die rechte Weihe gäben. BanJelacie stand am Schluß der vierziger Jahre seines Lebens. Er warvoil mittlerer Größe und etwas beleibt. Seine hohe Stirn und sein