Jelacic vor Wien.
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unnatürlichsten Aufruhrs entgegen"! Noch denselben Tag vermochteer den Commandirenden von Niederösterreich zu einer persönlichenZusammenkunft und Unterredung. Mit einer aufständischen Stadtim Rücken, deren militärische Kraft und Organisation Auerspergoffenbar überschätzte, glaubte man einem gleichzeitig von ungarischerSeite drohenden Angriffe nicht gewachsen zu sein und es wurdedarum beschlossen, daß Auersperg seine Truppen aus der Stadt her-ausziehen und mit denen des Banns eine Stellung außerhalb Wieneinnehmen solle; falls Mvga mit überlegener Kraft anrückte, würdeman sich gegen Krems ziehen und dort den Anmarsch der böhmischenArmee abwarten. Oberst Pott vom G-Q.-M.-Lt. ging in letztereStadt ab, um mit den daselbst bereits befindlichen zwei BataillonenHeß und Erzherzog Stephan die nöthigen Anstalten zur Vertheidiguugdes Donauüberganges zu treffen und alle stromabwärts kommendenSchiffe anzuhalten. Im Namen beider Feldherrn wurde eiu Officiernach Prag gesandt, um den Fürsten Windischgrätz von diesem Vor-haben zu unterrichten.
Die Streitkräfte des Banns befanden sich bereits vollzähligdiesseits der Fischa und standen ans der einen Seite mit derFronte gegen die ungarische Gränze, auf der andern gegen die Stadt,mit deren Garden und Arbeitern die kampflustigen Croaten täglichkleine Reibungen hatten. Schon am 11. gab es ein Scharmützelzwischen ihren Vorposten und jenen der Städtischen; erstere verlorendabei 7 Mann an Todten und Verwundeten — über die Einbußeder Aufständischen fehlen die Angaben —, nahmen aber 4 National-gardisten gefangen, die sie wieder laufen ließen. Am 12. räumteAuersperg seine Stellung im Schwarzenberggarten und Belvedere, undzwar so überstürzt, daß Mannschaft wie Officiere ihre sämmtlicheBagage im Stich lassen mußten, während um dieselbe Zeit dem Bannseine ebenso willkommene als unerwartete Verstärkung zukam. Eswaren die in Preßburg für ihn angesammelten Truppen, die nun,nachdem sie seinen Marsch gegen Wien erfahren, aufbrachen, sich ihmanzuschließen. Am >2. October übersetzten die Regimenter Wallmo-den-Kürassiere und Franz Joseph-Dragoner bei Hamburg die Donauauf Plätten und rückten am 13. im Lager des Banus ein. DasGrenadier-Bataillon Ferrari und zwei Bataillons Ceccopieri, vonGeneral Karger geführt, kamen auf demselben Wege nach. Diese
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