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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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I. 4. Das kaiserliche BelagcrungSherr.

Unterbrechung der Feindseligkeiten willigte und, nachdem er nochden ganzen 30. in der Nähe des Schlachtfeldes stehen geblieben,am 1. October 9 Uhr V. M. die Richtung von Moor einschlng").Am 3. war er in Naab, am 4. in Hochstraß, am 0. in Wiesel-burg und Ungarisch-Altenburg, wo er seinen Truppen eine zwei-tägige Rast gönnte und zugleich die Ausscheidung der für einlängeres Verweilen im Felde minder geeigneten Abtheilungen vor-uahm, die General Thodorovic, ungefähr 14000 Mann an der Zahl,längs der ungarisch-steirischen Gräuze in ihre Heimat zuröckführensollte. Jelacic hatte noch nicht das kaiserliche Handschreiben vom3. October in Händen, das den Pester Reichstag auflöste, alle nichtsanctionirten Beschlüße desselben für ungiltig, das Königreich Ungarnden Kriegsgesetzen unterworfen erklärte und ihn zum bevollmächtig-ten Commissär und Stellvertreter der königlichen Majestät, sowie zumOberbefehlshaber überalle in Ungarn und seinen Nebenländern,sowie in Siebenbürgen liegenden Truppen und bewaffneten Körper"ernannte, als sich in seinem Lager beunruhigende Nachrichten überWien verbreiteten; eine Revolution sei ausgebrochen, der Kaiser ge-fangen gesetzt. Ohne auf solches Gerede irgend ein Gewicht zulegen, hatte Jelacic' nur die Armee Moga's im Auge, und hieß amAbend des 6. den General Lederer willkommen, der ihm einen Theilder in Preßburg und an der Leitha in Bereitschaft gehaltenen Trup-pen drei Compagnien Stephan-Infanterie, eine Division Sachsen-Kürassiere, eine Sechspfünder- und eine Naketen-Batterie zuführte.Mit dieser Verstärkung beschloß der Banns den Angriff Moga's abzu-warten, von dem er vermuthete, daß er ihm auf dem Fuße folge,als am 7. Abends ein kaiserlicher Officier, der Nacht und Tag vonWien geritten war, die sichere Kunde von den vorgefallenen Ereig-nissen brachte. Das änderte Jelacic' ganzen Plan. Den Befehl anseine Generale zurücklassend, ihm mit thunlichster Eile nachzufolgen,brach er mit etwa tausend Mann, die am weitesten vorwärts stan-den und ihr Gepäck zurücklassen mußten, unverweilt auf und befandsich nach einem achtzehnstündigen Gewaltmarsch in Trautmannsdorfauf niederösterreichischem Boden. Abgemüdet, ausgehungert kamenseine Leute an; im Nu waren alle Vorräthe der Dörfer aufgezehrt,unter deren Bewohnern die Ankunft der gefürchteten Croaten einensolchen Schrecken verbreitete, daß viele, Haus und Hof verlassend, das