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I. 4. Das kaiserliche Bclagerungsheer.
ihrem Kreise wieder entführte. Nichts aber glich der rührenden An-hänglichkeit der Seinen, ihrer Begeisterung für den geliebten Führer,ihrer Sorgfalt für sein Leben und seine Sicherheit. „Jede Nachtliegen zwei SereZsaner vor der Schwelle seines Zimmers", erzählteman sich allgemein in Wien, wohin Jelacik in der zweiten HälfteJuli wegen einer Zusammenkunft mit dem ungarischen Minister-präsidenten gekommen war. Man muß die großartige Ovation, dieihm am Abend des 20. im Herzen der österreichischen Hauptstadt ge«bracht wurde, mit angesehen haben, wie es sich in dicht gedrängtemZuge, die ganze Breite der Kärntnerstraße füllend, vom Ausgang desStockameisen-Platzes, langsam Schritt für Schritt und immer wiederstockend, am „wilden Alaun" vorbei wälzte, zu dessen Fenstern unauf-hörliche „Hoch" und „Bivat" und „Aviv" Hinaufdonnerteil. Frei-lich war dieß dasselbe Wien, wo kaum zwei Monate später — dennso ist Volksgunst! — keiil Blatt es wagen durfte, den Namen Jelacicmit Ehren zu nennen, wo es nur Schimpf und Hohn, Zerrbilder derpöbelhaftesten Art für ihn gab! In dieser Zeit, es war in den letz-ten Septembertagen, veröffentlichte das Pester Amtsblatt und ausdiesem der Wiener „Radicale" eine Reihe „aufgefangener Briefe ausdem croatischen Lager". Jedem Unbefangenen machte es den Ein-druck, daß die magyarische Zeitung und das Becher'sche Giftblatt kei-nen unklugen: Schritt in ihrer Sache thun konnten; denn wennicht Vvrurtheil und politische Leidenschaft blind gemacht, der mußtenach dem Inhalt jener Schriftstücke die lebhafteste Sympathie fürden damals so viel geschmähten Feldherrn empfinden. „Die demo-kratische Partei hat keine Neigung für den Aufstand", hieß es ineinem der Ofsiciers-Briefe; „wir werden überall mit der größten Be-reitwilligkeit empfangen; unsere ganze Truppe ist begeistert für ihrenritterlichen Führer". Ein anderer schilderte die Scene am Ufer desPlattensees, wo der Bauus den auf einein Dampfschiff sich nähern-den Palatin erwartete. Im kroatischen Lager hielt man sich über-zeugt, daß, wenn Jelacic den Dampfer bestiege, die Umgebung desPrinzen selbst gegen dessen Willen ihn festnehmen und davonführenwürde. Als null der Husaren-Majoc Graf Zichy mit der Einladungdes Palatin zu einer Unterredung erschien und der Banns sich zuden Seinen mit lauter Stimme wandte: „Officiere der kaiserlichenArmee, soll ich das Ufer verlassen?" da stürzten sich die Gefragten