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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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I. 4. Das kaiserliche Belagerungshccr.

Ministerium auseinandergesprengt war und es einzig auf eine ent-schlossene That dessen ankam, der die militärischen Mittel dazu besaß.Allein statt rasch einzugreifen das kaiserliche Zeughaus befand sichnoch in den Händen der Truppen, die es mit ausdauernder Tapfer-keit vertheidigten, zog Auersperg vom Josephstädter Glacis, vonwo Fürst Felix Schwarzenberg noch spät Abends das Franzensthorhatte stürmen wollen, seine Truppen in den Schwarzenberggarten,den man durch Einbrechen der Gartenmauer mit jenem des anstoßendenBelvedere in Verbindung brachte. In den leitenden Kreisen des La-gers herrschte Rathlosigkeit nnd Verwirrung, unter dem größtenTheile der untergeordneten Officiere und der Mannschaft Kampfeslustund maßlose Erbitterung, die sich mitunter in Acten grausamer Rachean einzelnen Civilisten, die sich mit Verlockungsversuchen in ihre Rei-hen wagten, Luft machte. Die aufständischen Organe würden es ausbegreiflichen Gründen am liebsten gesehen haben, wenn die Truppendie verschiedenen Casernen wieder bezogen hätten; doch so viel Ein-sicht besaß inan im Hauptquartier Auersperg's denn doch, um diesemWunsche nicht zu willfahren. Nur die Mannschaft des Conscriptions-wesens in der Alser-Caserne, die Polizei-Soldaten in der Dreilaufer-Caserne und bei 500 Mann im Transport-Sammelhaus blieben zu-rück und hatten Verlockungen genug zu bestehen; dennoch wurdenvon den letzteren.nur sechs Mann abtrünnig. Zu den gesetzlich be-waffneten Mannschaften gehörten auch die k. k. Hofburgwache, s. g.Staberlwache, und die Wiener Municipalgarde, beide bis zum letztenAugenblicke ihrer Pflicht getreu; namentlich die Municipalgarde, derdie Versuchung am nächsten lag, hielt sich von der aufständischenBewegung durchaus fern, nur allein um die Aufrechterhaltüng derSicherheit in der Stadt und in den öffentlichen Gebäuden besorgt,besonders in der kaiserlichen Burg., wo sie im Verein mit der Hof-burgwache wiederholten Attentaten des Proletariats Widerstand lei-stete. Auch der Platz-Commandant G.-M. Matauschek blieb im k. k.Jnvalidenhause zurück und verkehrte mit dein Gemeinderathe und derReichstags-Permanenz in amtlicher Weise. Es waltete auch in dieserHinsicht, wie in jeder andern, ein eigenthümliches Verhältniß ob.Während die Masse des Volkes fortwährend gegen die Soldaten auf-gereizt wurde und die aufständische Partei täglich neue Pläne ent-