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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Studentenausschuß.

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empfing von der einen Seite Denunciationen, von der andern Vic-tualien und Spenden aller Art, ließ von den Technikern Kugelngießen, Zünder und Patronen anfertigen, recrutirte Freiwillige indie verschiedenen Corps rc. Das Gepräge solch ruhelosen ungewohntenTreibens trug das Innere des sonst der Pflege ernster Wissenschaftgewidmeten Gebäudes allenthalben Au den Wänden kleben stattder Vorlese - Kataloge und Kundmachungen des akademischen SenatsCompagnie-Befehle, Aufrufe, Flugblätter aller Art. Durch die Hallenund Gänge rasselt der Schleppsäbel des Studenten; statt der Hefteunter dem Arme hat er die Muskete auf der Schulter. Wüst durch-einander stehen in den Hörsälen die Trümmer der Lehrkanzeln unddie wenigen Bänke, welche der Bau der Mai-Barricaden noch übriggelassen. Auf dem Fußboden sind Bünde Stroh ausgebreitet unddienen zur Lagerstätte den Ermüdeten vom Dienste des Mars oderBacchus; denn auch für letzteren ist reichlich gesorgt und man hörtes dem Gemeinderathe nachrühmen, daß der Wein, den er täglich denVertheidigern der Stadt zu liefern übernommen, nicht von der schlech-testen Sorte sei. Die Eingänge halten Weiber aus den unterenVolksclassen besetzt. Denn kein Unbewehrter darf die Räume derUniversität betreten; jeden Erscheinenden, dessen Bajonnet nicht vonweitem blitzt, halten sie an und fragen:Haben Sie Waffen?" wienach einem Passirschein. Nicht minder kraus und bunt geht es aufdem Platze her. Auf den Stufen des Convictsgebäudes hockt eineAnzahl Placaten-Händlerinnen; auf jenen vor der Universitätskirchedrehen kleine Jungen Patronen, ein Füßchen Pulver und eineSchachtel frisch gegossener Bleikugeln liefern ihnen den Stoff dazu.In der Mitte des Platzes spielt eine Musikcapelle die Marseillaiseauf. Dazwischen Trommelwirbel, sich sammelnde, anrückende oderabgehende bewaffnete Abtheilungen. Bald zieht eine Schaar bewaff-neter Arbeiter auf, sich den Studenten zu zeigen, bald kommt ein aus-wärtiger Hilfszug einmarschirt, den Studenten seinenServus" zubringen.

Befanden sich auch, wie früher erwähnt, viele ganz unwürdigeSubjecte in den Reihen der akademischen Legion und in der letztenOctoberzeit machten sie vielleicht nicht den geringeren Theil derselbenaus, so hatte sich doch vieles von den besseren Elementen in derKörperschaft erhalten, zu deren Ehre gesagt werden muß, daß dem