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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Gerüchte.

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Marchfeld hätten sich erhoben und den Soldaten den Weg nach Wienabgeschnitten. Oder es bricht im eigenen Lager des WindischgrätzMeuterei aus; die Einen wollen nicht gegen Wien ziehen, die Andernwollen den Wienern zu Hilfe eilen. Die Deutschmeister in ihrergalizischen Garnison zu Tarnow wollen sich nicht halten lassen, bisman sie durch andere Truppen zur Ruhe bringt; das RegimentBaden, aus Oberösterreichern bestehend, sowie ein Theil der Garnisonvon Lemberg weigern sich nach Wien zu marschieren. Als sich, alldiesen Botschaften zum Trotz, immer mehr Truppen im Norden undWesten der Stadt ansammeln, beginnt man zu rechnen:Wie vielkann er denn zusammenbringen? Höchstens ein paar tausend Mann,davon sind die Hälfte deutsche Truppen, die zu uns übergehen wer-den." Schon versichert man mit Bestimmtheit, daß sich das dritteBataillon Heß dem Reichstage zur Berfügung gestellt, daß die ge-sammte Artillerie-Mannschaft sich das Wort gegeben habe, sie würden stets in die Erde oder zu hoch feuern. Nun kommen täglichUeberläufer in Wien an; erst einzeln, dann dutzenweise, zuletztCompagnien und Schwadronen, ja ganze Bataillons"). Und wasdie Desertionen vom windischgrätzischeu Lager übriglassen, das rafftdie rothe Ruhr weg, dieeingelaufenen Berichten zufolge" imfeindlichen Lager ausgebrochen ist;gewiß ein gutes Vorzeichen",bemerkt dazu derStudenten-Courier". Dann ermuthigt man sich,falls es wirklich zum Kampfe kommen sollte.Was brauchen wirPulver? Die Masse kämpft mit den Armen und mit dem Bajonnet.Haben Reiterangriffe gegen Napoleon's alte Garde etwas geleistet?Was waren die 15000 Ritter und Reisige bei Morgarten gegen diewackern Bauern?" Zu gleicher Zeit erhebt es sich im Rücken desFeindes" von allen Seiten. In Prag, in Grätz, in Mailandbrechen Revolutionen aus; in Brünn wird das Militär entwaffnet;die Tyroler stecken weißblane Fahnen aus, Salzburg will sich auBayern auschließen. Zu einer Zeit, wo schon jede Postverbindungmit Prag abgebrochen war, kommt die Nachricht, daß sämmtliche deutscheKreise Böhmens in Waffen stehen; ans den todesmuthigsten Jüng-lingen hat sich eine Legion gebildet, um sich nach Wien zu werfen; siekommen von Budweis herangezogen und wollen den Landsturm organi-siren. Ein Freischärler, der den Zug nach Schleswig-Holstein mitge-macht, berichtet der Aula von der Unzahl seiner Waffenbrüder, die auf