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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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TageSblattcr.

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seiner Ferse zerquetscht" habe? Doch freilich, was tiegt demUeber-muth aristokratischer Gesinnung" daran,ob an den Stufen desThrones ein rother Blutstrom vorüberrauscht!" Allein es wird sie-gen; denn

Nie hat ein Volk gmingc» in solcher heiligen Schlacht,

Das ,Capuw wird ein Sparta in seiner ewigen Nacht"").

Das Volk Wird siegen über die Truppen,die kaiserlichen Rebellen",bereit Anblick man vom Stephansthurm genießen kann,wie sie daherumkauern, die elenden rohen Gestalten, die keiner Hähern Gedan-ken fähig sind als solcher, welche die Sinnenlust und menschlicheJnstinete in ihnen erzeugen, lüstern nach Raub und Mord! Dasist das Heer, das man gegen die freiheitsbegeisterten Wiener schickt!"Die Titel, mit denen Jelacic bedacht wurde, derRäuberhaupt-mann", derMordbrenner" w., hatten die Wiener Blätter vonden magyarischen gelernt''); für Windischgrätz erfanden sie neue:Bombenfürst",moderner Coriolan",moderner Tamerlan",mo-derner Alba" w.Die Raubzüge Attila's und Dschingiskan's",klagte derGrad' aus",sind leider in ihren Details zu wenigbekannt, um gründliche Vergleiche anstellen zu können." DieNational - Zeitung" verlangte, der Reichstag solleCommissäre insLager senden, welche die Truppen des Gehorsams gegen ihre Vor-gesetzten entbinden und sie verpflichten, sich einzig und allein denBefehlen des Reichstags unterzuordnen; das wäre der kürzeste Weg,mit den Rebellen und Hochverräthern vor dem Thore fertig zu wer-den". Und dergleichen mehr!

Es wäre Aufgabe eines Seelen- und Herzenskundigen, die ganzeScala menschlicher Empfindungen zu schildern, welche die BevölkerungWiens in ihren verschiedenen Schichten während der ruhelosen Tagedes Octobers durchzumachen hatte. Von jenem verhängnisvollen6. October an bis zum Näherrücken der Entscheidung die schreckens-volle Beängstigung, die Zaghaftigkeit, die tausend Kümmernisse undBefürchtungen, dann wieder die anfkeimende Hoffnung, die zitterndeErwartung, die wachsende Zuversicht auf der einen Seite, und wildeLeidenschaft, fesselnlose Wuth, satanisches Frohlocken und Schaden-freude, allmälige Enttäuschung und Niedergeschlagenheit, zuletzt düstereVerzweiflung auf der andern'")." Täglich tauchten Gerüchte auf,