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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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I. 1. Das kaiserliche Hoflagcr in Olmütz.

des Slaventhums zu bestehen habe, erblickten auch in dem, was zurselben Zeit in Olmütz vor sich ging, nurczechische" Manoeuvres undCabalen. In der That waren die Erfolge, deren sich die Sendbotender Prager Reichstags-Renitenz rühmen konnten, keine geringen, wennsie gleich eher den Dank derjenigen verdienten, die sich in Schmähun-gen über ihr Treiben ausließen. Nach dem Eintreffen des kaiserlichenHofes in Olmüz hatte mail daran gedacht, mit dem Reichstage einschnelles Ende zu machen. Mail war damit noch zu keinem festenEntschlüsse gelangt, als die Prager Abgeordneten-Deputation eintrafund, der bedrohlichen Stimmung gewahr, an die Ausdrücke unwandel-barer Loyalität, die sie dem Monarchen vorzutragen hatte, Worteknüpfte, die mit nicht geringerer Entschiedenheit die unerläßliche Fort-dauer des cvnstituirendeii Reichstages betonten. Nachdem auch Sta-dion und durch ihn Schwarzenberg für diese Anschauung gewonnenworden, war von der Auflösung des Reichstages keine Rede mehr,und nur dessen Beilegung von Wien weg kam allmälig zur Sprache.Die Prager Abgesandten glaubten ihre Aufgabe erfüllt zu haben, alssie von einem Manifeste des Kaisers erfuhren, das soeben die Presseverlassen hatte und in alle Länder hinausgehen sollte. Es war vom16 . datirt, nahm die in Wien, demTummelplatz der wildesten undverworfensten Leidenschaften", vorgefalleneu Unthaten zum Ausgangs-punkt. betonte die Nothwendigkeit,dem sein Haupt nunmehr ohneScheu erhebenden Aufruhr mit Allwendung der Waffengewalt entge-gen zu treten", und verkündete die Mission des Fürsten Windischgrätz,dermit den entsprechenden Vollmachten" versehen worden sei,damiter das Werk des Friedens nach eigenem Ermesseil in möglichst kurzerZeit vollbringen könne"; nachdem dieß geschehen, werde es Aufgabedes Ministeriums sein,im Einklänge mit den Mitgliedern des con-ftituirenden Reichstages" durch Regelung der Presse, des Vereins-rechtes und der Volkswehreinen Zustand herbeizuführcn, der, ohneder Freiheit nahe zu treten, dem Gesetze Kraft und Achtung sichernsoll". Es befanden sich zur selben Zeit in Olmüz auch Abgesandtedes Wiener Reichstages, sowie mehrere andere Mitglieder desselben,die sich mit den beiden Prager Deputirten in der Ansicht einigten,daß die rückhaltlose Sprache des Manifestes in einem Zeitpunkte, wodie Wogen der politischen Leidenschaften so hoch gingen, nur neuesUnheil heraufzubeschwören geeignet sei. In einer mehrstündigen auf-