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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Wessenberg. Schwarzenberg. Stadion. Windischgrätz.

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Lage durchdrungen, der Dynastie und dem Staate ergeben, aber öster-reichischem Wesen und Wollen seit Jahren entfremdet, der Stütze be-raubt, die ihm in Wien der entschiedene Bach geliehen, spielte Wessen-berg in Olmüz eine fast ohnmächtige Rolle gegenüber jenen kräftigerenEinflüssen, die inmitten allgemein nur sich greifender Entmuthigungund Unentschlossenheit mit selbstbewußtem Nachdruck sich geltend zumachen wußten. In manchem unscheinbaren Privatstübchen oder be-scheidenen Gasthauszimmer wurden Dinge besprochen, fanden Zusam-menkünfte und Berathungen statt, die für das nächste Schicksal Oester-reichs entscheidend waren und denen Wessenberg nur wie zum förm-lichen Abschlüsse seinen Namen lieh. Schon weilte Felix Schwarzenberg,seine Zeit zwischen Cabinetspolitik und militärischer Thätigkeit therlend, obgleich weder in der einen noch andern mit einem officiellenCharakter bekleidet, ab und zu in den Lagern Auersperg's und Je-lacic's vor Wien und in der Wohnung des Festungs-Commandantenvon Olmüz, wo ihm bald ein eben so wenig autorisirter Mithelferzur Seite trat. Graf Franz Stadion, niit wenig Taschengeld undin einem schäbigen Mäntelchen aus Wien geflüchtet, hatte, wie vorihm Wessenberg, seinen Weg zuerst nach Prag genommen, hatte dortmit den böhmischen Reichstags-Renitenten Worte gewechselt und wardann nach Olmüz gegangen, wo er vor der Oeffentlichkeit jedeAbsicht der Uebernahme eines Portefeuilles noch beharrlich läng-nete. Noch ein Dritter trat in der zweiten Hälfte des Oktobers inOlmüz auf, der, im Gegensatz zu den beiden Genannten, von Anfangher kein Hehl aus dein machte, was er von seinem Standpunkte imJitteresse der Monarchie wollte und dnrchzuführen bereit war. Mitkaiserlichem Handschreiben vom 16. October, gegengezeichnet von Wessen-berg, wurde Fürst Alfred Windischgrätz znm Oberbefehlshaber übersämmtliche Truppen des kaiserlichen Heeresmit Ausschluß der unterdem Feldmarschall Radecky stehenden Armee" ernannt und ihm volleuneingeschränkte Macht gegeben, alle jene militärischen Maßregeln zutreffen, die ihm geeignet erscheineil würden,in der kürzesten Fristdie Ruhe und Ordnung wieder herzustellen, um das Reich aus derdrohenden Gefahr zu retten und den Völkern Oesterreichs die Allssichtauf eine bessere Zukunft zu eröffnen."

Jenen, die von Anfang her den Octoberaufstand als einen Kampfauffaßten, den das deutsche Wien zur Errettung aus den Banden