Entinuthigung und Ratlosigkeit.
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er ohne starkes bewaffnetes Geleite davonging, wurde er bei derSchlagbrücke von Stein zurückgetrieben oder fiel er in die Hände einesverrätherischen Postmeisters, der ihn den revolutionären Gewalten derHauptstadt überlieferte.
Niedergeschlagen und erschöpft, bestaubt und beschmutzt, in einemAufzuge, der alle Mühseligkeiten und Entbehrungen einer vieltägigenbeschleunigten Reise aufwies, von den eingeschüchterten Städtern mitStillschweigen, von einzelnen Universitäts-Jungen mit Hohn undZischen, und nur vom robotentlasteten Landvolk mit begeistertem Jubelempfangen, so war die kaiserliche Familie angekommen in der Haupt-stadt Mährens, wo ihr der greise Fürst-Erzbischof seinen Palast, diePrälaten und Domherren den größten Theil ihrer Wohnungen zurVerfügung stellten, sich selbst auf die nothdürftigste Behausung be-schränkend.') Die eilige Abfahrt von Schönbrunn hatte nicht viel mit-nehmen lassen; erst in den Tagen darauf kam ein Theil der Hof-Equipagen und Dienerschaft nach. Wie für die Unterkunft, so wur-den auch für die Sicherheit des kaiserlichen Hoflagers Anstalten ge-troffen, die Werke der Festung auf allen Punkten ausgebessert, neuein Angriff genommen, Wallbrücken, die bisher aus Brettern undBalken bestanden, aus festeren Mitteln aufgeführt. Ferdinand I.,im Innersten seines Gemüthes erschüttert und betrübt, lebte völligzurückgezogen. Kaum daß er sich den festlichen Bauernaufzügen, dieTag für Tag immer schmucker und zahlreicher in die Stadt kamenund vor der fürsterzbischöflichen, nun kaiserlichen Residenz Halt mach-ten, vorn Söller zeigte oder eine schüchterne Ansprache, riesige Kuchenund Sträuße, mitunter wohl gar einen treuherzigen Handschlag vonihren Vertrauensmännern und Wortführern entgegennahm. Die De-putationen, die aus den Hauptstädten aller Kronlünder, vom Reichs-tag, vom Gemeinderathe Wiens und sonst von den verschiedenstenSeiten in Olmüz eintrafen und deren Empfang nicht immer zu um-gehen war, vermehrten nur die ängstliche Aufregung des schwer ge-prüften Monarchen. Häufiger bekam man die übrigen Glieder derkaiserlichen Familie zu Gesicht. Erzherzog Franz Karl und Erzher-zogin Sophie, meistens den sechshalbjährigen Prinzen Ludwig Victoran der Hand führend, machten, so oft es das Wetter zuließ, einenRundgang in den um die Festung führenden Alleen, und die schlankevornehme Gestalt des „Thronfolgers", wie man schon vor den März-