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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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Kapitol zu sehen. Diese Straße ist aber dermalen soübel ruinierst daß man öfters drei bis vier Stunden weitnicht die geringste Spur davon antrifft. Die Steine sindzehn bis zwölf Zoll dick und einen, auch zwei Schuhbreit. Die Härte derselben ist unglaublich, also daß un-geachtet der vielen hundert Jahre kaum einige geringeMarken von Abnutzung der Fuhren und Pferde zu finden.

An verschiedenen Orten gehen manche Steine ab,wodurch große Löcher entstehen, welche bei üblem Wetter,mit Kot ausgefüllt, dem darüber Fahrenden das unfehlbareUmwerfen verursachen.

Marino. Ist der Weg sehr schön. Man hatFrescati nebst den auf dem Berge liegenden Lusthäusernbeständig im Gesichte.

Diese Gegend ist groß, aber wegen der mala aria man aria.ohne Dorf und wird dnrchgehends von den Neapolitanerngegen einen sicheren Zins gebaut, maßen auch das eigeneInteresse den faulen Römern ihres Müßiggangs halber soviele Mühe nicht wert zu sein scheint.

Die Beschaffenheit der mala aria besteht der Lands-inwohnev Aussage nach darin, daß kein Fremder von hierbis Napoli von Juli an bis in den September auf derReise ohne Lebensgefahr des Nachts nicht schlafen darf,welches ebenfalls auch in Rom zu beobachten, da imSommer während bemeldeter Zeit keinem Fremden seinHans, ja sogar nicht sein Zimmer zu ändern ratsam ist.

Desfalls der ganze Weg von Rom bis nach Napoli alleStädte und Dörfer entweder unten oder oben auf denBergen erbaut sind und die ganze Campagna öde undunbewohnt ist. Auf der Höhe des Berges liegt CastelGandolfo, die Sommerfrische des Papstes.

Alla Fajola. War bergig und schlechter Weg,mit lauter Hecken und Stauden besetzt.

Feletri. Bergig, aber guter Weg. Ist eine kleinebemanerte und auf einem angenehmen Hügel liegendeStadt, wovon man die schönste Ebene entdeckt. In der-selben soll Kaiser Augustus geboren sein, nnd ist wegender zwischen den Spaniern, Oefterreichern nnd Franzosen